Streit beigelegt Jacksons wollen sich Sorgerecht teilen

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Von Anthony McCartney
Im Streit um den Vormund für die Kinder von Michael Jackson gibt es eine erste Einigung. Nach wüsten Beschimpfungen über Twitter und Spekulationen über den Gesundheitszustand von Großmutter Katherine hat diese nun einem geteilten Sorgerecht zugestimmt. Doch die Familienfehde scheint weiterzugehen.

Kompromiss in der Streit um die Kinder von Michael Jackson: Katherine Jackson, die Mutter des verstorbenen King of Pop, hat nach Angaben ihres Anwalts einem geteilten Sorgerecht für ihre Enkelkinder Prince, Paris und Blanket zugestimmt. Der 15-jährige Prince habe erklärt, dass diese Einigung auch in seinem und dem Sinne seiner Geschwister sei, sagte der Anwalt, Perry J. Sanders, am Freitag.

Ein Richter in Kalifornien hatte Katherine Jackson am Mittwoch vorübergehend das Sorgerecht für die drei Kinder entzogen und einen Neffen des verstorbenen Sängers, TJ, zum vorläufigen Vormund der zwei Jungen und des Mädchens ernannt. Zur Begründung hieß es, Katherine Jackson habe wegen eines Aufenthalts im US-Staat Arizona mehrere Tage lang keinen Kontakt zu den Kindern gehabt. Die Einigung könnte in der kommenden Woche einem Richter vorgelegt werden. Stimmt er zu, teilen sich Katherine und TJ Jackson künftig das Sorgerecht für die drei Kinder.

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Gieren Geschwister nach Michaels Vermögen?

Dennoch geht die Soap-Opera der Jacksons offenbar weiter: Kaum sah es so aus, als seien sie mit dem erzielten Kompromiss endlich auf Friedenskurs, riss Bruder Randy die Wunde mit einem Tweet wieder auf. Die Nachlassverwalter versuchten, Katherine umzubringen, warf Randy den von Michael einst eingesetzten Vermögensverwaltern vor: «Ich fürchte und ich glaube, dass sie hinter dem Leben meiner Mutter her sind.»

Weiter schrieb er: Sie «wollen meine Mutter von der Familie isolieren, GENAUSO WIE SIE ES MIT MICHAEL GEMACHT HATTEN, um ihre Lügen und finanziellen Geschäfte zu vertuschen und das gefälschte Testament zu schützen.» Die Los Angeles Times berichtete dazu, dass Randy und vier seiner Geschwister das Testament ihres toten Bruders am 17. Juli erstmals schriftlich angefochten hatten. Ihr Brief sei zwei Tage nach dem plötzlichen Verschwinden von Mutter Katherine herausgegangen, heißt es in der Zeitung.

Der Popsänger (Thriller) hatte sein Vermögen nach Angaben der New York Daily News unter der Mutter, seinen Kindern und wohltätigen Organisationen aufgeteilt. Die Geschwister gingen leer aus. Die Vormundschaft für die drei Kinder übertrug Michael Jackson seiner Mutter.

Spekulationen über Gesundheitszustand der Oma

Unmittelbar vor dem formalen Einspruch gegen das Testament war Katherine von Randy und den Geschwistern nach Arizona mitgenommen worden, ohne Hinweis an die von ihr betreuten Enkel. Nachdem die Großmutter sogar als vermisst gemeldet worden war, wurde über ihren Aufenthalt und Gesundheitszustand spekuliert. Einige Familienangehörige erklärten, es sei nicht üblich, dass sich Katherine Jackson tagelang nicht bei ihren Enkeln melde. Als sie dann doch angerufen habe, habe sie «seltsam» geklungen, sagte TJ Jackson.

So plötzlich wie sie verschwunden war, kehrte Oma Katherine nach mehreren verzweifelten Tweets von Paris, Michaels einziger Tochter, und entsprechenden Schlagzeilen in US-Medien nach Los Angeles zurück. Sie begründete die zehntägige Abwesenheit in einer vom Blatt verlesenen Erklärung mit ihrem Erholungsbedürfnis. Derweil hatte TJ, einer ihrer Enkel, das vorübergehende Sorgerecht für die Kinder beantragt.

Nun wollen sich er und Katherine die Vormundschaft teilen. Die Einigung sei bei einem Treffen mit Prince (15) erzielt worden, zu dem Paris (14) und Blanket (10) telefonisch zugeschaltet waren, teilte Anwalt Sanders. «Die Vereinbarung spiegelt die Wünsche der Kinder wider.» Seinen Angaben zufolge soll TJ künftig für den reibungslosen Alltag der Kinder verantwortlich sein. Er könnte dann über das Schulpersonal, das Sicherheitsteam und die Angestellten im Haus bestimmen. Katherine würde sich um das tägliche Wohl, die Freizeit und das Taschengeld kümmern - laut TMZ.com 70.000 Dollar pro Monat.

Sohn Prince wird vorsichtiger

Nicht bekannt ist, wie es mit der Testamentsfrage weitergeht. Sein Vater habe ihn von klein auf an «vor bestimmten Leuten und ihrem Vorgehen gewarnt», schrieb Michaels Sohn Prince diese Woche in einem Tweet, den er bald danach wieder löschte. Hatte der Popsänger den Familienzwist über sein Geld vorhergesehen?

Rivalisierende Teile der Jackson-Familie hatten in den vergangenen Tagen mit gegensätzlichen Äußerungen über den Kurznachrichtendienst Twitter und einem augenscheinlichen Handgemenge vor Katherine Jacksons Haus für Aufregung gesorgt. Die Vermutung, dass Michaels Vermächtnis der Grund für die bizarren Ereignisse, liegt nahe.

zij/news.de/dapd

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