Jennifer Hudson Der Mörder ihrer Familie kommt nie wieder frei

Krebs, Tod, Trauer
Schicksalsschläge der Promis

Oscar-Preisträgerin Jennifer Hudson hat nun endlich Gewissheit: Der Mörder ihrer Mutter, ihres Bruders und ihres Neffen ist von einem US-Gericht zu dreimal lebenslänglich und 120 Jahren Haft wegen anderer Delikte verurteilt worden.

Der ehemalige Schwager der Oscar-Preisträgerin Jennifer Hudson, William Balfour, ist wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Der Exmann von Hudsons Schwester Julia war bereits im Mai des Mordes an drei Verwandten der Sängerin und Schauspielerin schuldig gesprochen worden. Nun legte ein Gericht im Bezirk Cook County im US-Staat Illinois am Dienstag das Strafmaß auf dreimal lebenslänglich und 120 Jahre Haft wegen anderer Tatbestände fest. Zuvor hatte Richter Charles Burns einen Berufungsantrag abgelehnt.

William Balfour hatte im Oktober 2008 Hudsons 57-jährige Mutter Darnell Donerson, ihren 29-jährigen Bruder Jason und ihren siebenjährigen Neffen Julian erschossen. Auslöser war ein Streit mit Hudsons Schwester Julia, von der Balfour damals bereits getrennt lebte.

Richter Burns beschrieb Balfour als eifersüchtigen Mann, der seiner früheren Frau Julia nach der Trennung immer wieder aufgelauert habe. «Ihr Herz ist kalt wie die arktische Nacht», sagte Burns zu dem Verurteilten. «Ihre Seele ist so leer wie das Weltall.» Balfour habe die Tat zweifelsfrei begangen. Der Richter verurteilte ihn wegen Mordes, Einbruchs, Entführung und Autodiebstahl. Eine Todesstrafe gibt es in Illinois nicht.

Verurteilter beteuert Unschuld

Jennifer Hudson verfolgte die Festsetzung des Strafmaßes an der Seite ihrer Schwester Julia. Sie wischte sich mehrfach mit einem Taschentuch die Augen, äußerte sich aber nicht. Die Nachricht vom Tod seines Kindes habe sich angefühlt, als sei sein Herz herausgerissen worden, sagte der Vater von Hudsons Neffe, Gregory King. «Ich vermisse es, Julian vom Schulbus abzuholen. Ich vermisse es, mit ihm Ausflüge zu unternehmen», sagte King. Die Leiche des Jungen war erst nach einer dreitägigen Suche gefunden worden.

Balfour sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und beteuerte erneut seine Unschuld. «Meine Gebete gelten Julian King. Ich habe ihn geliebt. Ich liebe ihn noch immer. Ich bin unschuldig, Euer Ehren», sagte er.

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boi/rut/news.de/dapd

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