Cruise bei Scientology Dieses Video zeigt seine Besessenheit

Dankesrede für Orden
Tom Cruise dankt Scientology
Video: YouTube

Ina BongartzVon news.de-Redakteurin
Katie Holmes hatte allen Grund, ihre Trennung von Tom Cruise generalstabsmäßig zu planen. Dieses Video zeigt, wie sehr Cruise von den Scientology-Jüngern verehrt wird. Seine Dankesrede an die Sekte macht die Besessenheit deutlich, mit der Cruise Scientologe ist.

Minutenlanger Applaus, frenetischer Jubel, dazu erklingt die Melodie der Mission-Impossible-Filme. Als Tom Cruise 2004 den Scientology-Orden «Freedom Medal of Valor» verliehen bekommt, wird klar, wie sehr Scientology ihn und er Scientolgy verehrt.

Dieses Video von der Ordensverleihung zeigt, wie sehr sich der US-Megastar für die Sekte einsetzt. Cruise geht auf die Bühne, salutiert vor David Miscavige, dem höchsten Führer bei Scientology, umarmt ihn, drückt ihm die Hand. Als dieser ihm schließlich den großen Orden um den Hals hängt, atment Cruise tief durch, wartet den Jubel ab und spricht schließlich: «Ich fühle mich sehr, sehr, sehr geehrt. Ich spüre Vertrauen und Selbstbewusstsein und bin sehr privilegiert, sehen zu können, was du tust, um uns allen zu helfen und uns zu beschützen.»

Scheidung bei Tom Cruise und Katie Holmes
TomKat - Ihre Liebe in Bildern
Mit einer wahren Märchenhochzeit hatten Tom Cruise und Katie Holmes am 18. November 2006 in Italien geheiratet. (Foto) Zur Fotostrecke

Es folgt ein Loblied von Cruise auf Miscavige (der übrigens 2006 Trauzeuge von Tom Cruise war), bis sich der Schauspieler kurz vor Schluss seiner Rede an alle anderen Scientologen richtet: «Ich werde auf meinem Weg weitermachen. Ich hoffe, ihr wisst, dass ich für euch da bin. Ich kümmere mich sehr um euch.»

Miscavige bezeichnet Cruise später im Video als den «ergebensten Scientologen, den ich kenne.» Es hat schon was zu bedeuten, wenn das der höchste geistliche Führer von Scientology sagt. Gegen David Miscavige gibt es mehrere Anschuldigungen von ehemaligen Scientology-Mitgliedern. So soll er unter anderem sowohl mit körperlicher als auch mit psychischer Gewalt gegen Aussteiger vorgegangen sein.

Katie hatte die Trennung genau geplant

Unterdessen wurde bekannt: Katie Holmes hat ihre Trennung von Tom Cruise einem US-Medienbericht zufolge schon seit Wochen geradezu generalstabsmäßig geplant. Bereits Mitte Juni habe der innerste Kreis um die 33-Jährige sämtliche Handys ausgetauscht, damit sie nicht mehr erreichbar sei, zitierte das Magazin People am Mittwoch einen Vertrauten der Schauspielerin. Auch ihr Appartement in New York habe Holmes bereits Anfang Juni gemietet.

Während Cruise, der laut People von all dem keine Ahnung hatte, privat einen herben Tiefschlag einstecken musste, läuft es beruflich für ihn umso besser: Laut US-Magazin Forbes ist er mit Jahreseinnahmen von 75 Millionen Dollar (60 Millionen Euro) derzeit der bestbezahlte Schauspieler Hollywoods.

Von dem Vermögen dürfte Holmes jedoch kaum etwas sehen. Bereits am Dienstag hatte das Onlineportal TMZ gemeldet, der Ehevertrag sei sehr strikt und begünstige Cruise. Holmes dürfe lediglich das Vermögen behalten, das sie mit in die Beziehung brachte. Ihr gehe es aber ohnehin nur um das alleinige Sorgerecht für die sechsjährige Tochter Suri.

Angst vor Scientology-Verhörpraktiken

Laut TMZ will die Schauspielerin mit der Scheidung ihre Tochter vor dem Zugriff von Scientology und deren Verhörpraktiken schützen. Sie habe diese Methoden 2005 bei den anderen Kindern von Cruise beobachtet und als sehr beunruhigend empfunden, berichtete das Portal unter Berufung auf Quellen im Umfeld der Schauspielerin.

Bei der Prozedur handele es sich um ein sogenanntes «Sec Checking». Den Kindern würden Fragen nach ihrem Verhältnis zu Familienmitgliedern und Lehrern gestellt, schrieb TMZ. Das Onlineportal berief sich auf Sektenaussteiger, die das Ritual als «milde Form des Psychoterrors» beschrieben, mit dem Ziel, den Kindern Berichte über ihre Eltern zu entlocken.

Der deutsche Scientology-Experte Markus Thöß zeigte sich in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt (Mittwochausgabe) überzeugt, dass die Sekte ihr prominentes Mitglied keinesfalls einfach ziehen lassen und Holmes stattdessen unter massiven Druck setzen wird. Sie müsse in der nächsten Zeit «mit regelrechten Schlammschlachten rechnen», sagte der Dokumentarfilmer, der für die ARD lange über den Scientology-Geheimdienst OSA recherchiert hat.

Tom Cruise & Co.
Prominente Scientologen
Tom Cruise (Foto) Zur Fotostrecke

Verfolgung von Aussteigern auf offener Straße

Zwar hatte Scientology Berichte zurückgewiesen, wonach Holmes von der Sekte belästigt werde. Thöß kann sich dies jedoch «sehr gut vorstellen». Es komme oft vor, dass Aussteiger verfolgt würden. Es könne passieren, «dass einem jeden Tag OSA-Paparazzi auflauern, die wie verrückt filmen und Fotos machen. Dabei tragen sie dann T-Shirts mit dem Konterfei des Ausgetretenen als Karikatur».

Das OSA wisse sehr viel über Scientology-Mitglied Holmes und werde die Informationen auch nutzen. «Katie Holmes wird sicher ganz genau wissen, dass Tom Cruise auch mit Nicole Kidman sehr heftig um die Kinder gekämpft hat», sagte Thöß und fügte hinzu: «Sie wird sich damit auseinandersetzen müssen, dass ihr Mann nicht so einfach aufgeben und das Kind einfach abschreiben wird.»

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boi/phs/news.de/dapd

Leserkommentare (5) Jetzt Artikel kommentieren
  • RBoeck
  • Kommentar 5
  • 07.11.2012 04:01
Antwort auf Kommentar 3

Ich persönlich bin ein Mensch, der Fakten liebt und sie schätzt! Und es ist ein Fakt, dass Sie und andere Anonymous-Mitglieder meinen Namen in mehreren Foren missbraucht habt, um Anti-Scientology-Postings zu platzieren! Das ist ein Fakt, Ihre Vorwurfe sind faktenlos. Aber es zeigt sehr gut auf, wer hier kriminelle Aktivitäten betreibt! Das Internet steht jedem frei zur Verfügung und ich denke, wenn jemand schon unbedingt eine Meinung zu Scientology haben will, dann sollte er sich an der Quelle, zB den offiziellen Scientology-Seiten, informieren, alles andere öffnet die Türen für Manipulation!

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  • RBoeck
  • Kommentar 4
  • 07.11.2012 03:57

Ist es nicht interessant: ist etwas oder jemand von den Medien anerkannt oder wird gemocht, so nennt man so etwas Loyalität etc., ist er es nicht, spricht man von Fanatismus etc. Tatsächlich ist dieses Video weder schlimm noch entlarvend. Doch dass die Deutschen Medien kein Fan von Scientology sind ist kein Geheimniss und spiegelt sich sehr gut wieder! Mir fällt immer wieder auf, wie Reporter den Pressekodex mit Füßentreten und zeitgleich lauthals um Meinungsfreiheit schreien. Doch das Leben besteht nicht nur aus Rechten, sondern auch aus Pflichten! Und die Medien erfüllen ihre Pflichten NICHT

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  • RBoeck
  • Kommentar 3
  • 06.07.2012 10:08
Antwort auf Kommentar 1

na für Sekten-Mitglieder wie sie es sind Hr. Stettler, sind Verhöre natürlich etwas ganz natürliches. Fragen nach seinem Sexualleben ... Wer, Was, Wie oft, Fantasien, Bi ??? (Sea Org questonnaire) verfolgen nur ein Ziel: KONTROLLE der jeweiligen Person, um ihn/sie gefügig zu machen! Ekelhaft!

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