Katie gegen Scientology Kann ihr Vater sie beschützen?

Scheidung bei Tom Cruise und Katie Holmes
TomKat - Ihre Liebe in Bildern

Von Manuela Imre
Katie Holmes geht es bei der Scheidung von Tom Cruise nicht ums Geld, sondern nur um ihre kleine Suri. Papa Martin Holmes steht Katie bei. Unterdessen wies Scientology Vorwürfe zurück, die Noch-Ehefrau von Tom Cruise stehe unter Beobachtung durch die Sekte.

Ihren Ehering hat katie Holmes bereits abgelegt. Wenige Tage nachdem die 33-Jährige die Scheidung von Tom Cruise (50) beantragte, wurde die Schauspielerin ohne den funkelnden Diamanten fotografiert. Der leere Ringfinger wird von vielen als klares Zeichen gedeutet: Ein Weg zurück ist für das Paar derzeit nicht erkennbar. Im Gegenteil, Holmes soll Medienberichten zufolge bereits mit ihrer Tochter Suri in eine eigene Wohnung in Manhattan umgezogen sein, hat einen erfahrenen Scheidungsanwalt engagiert und soll das alleinige Sorgerecht anstreben.

In den US-Medien ist wegen des Vorpreschens von Katie Holmes sogar von einer Flucht die Rede. In diesem Zusammenhang wird von den Portalen wie Tmz oder People immer wieder hervorgehoben, dass Tom Cruise eine wichtige Rolle in der Scientology-Organisation spiele.

Obwohl weder Cruise noch Holmes sich bisher öffentlich zum Trennungsgrund geäußert haben - die bevorstehende Scheidung hat die wiederkehrende Debatte um Scientology neu aufleben lassen.

Tom Cruise, der am Dienstag seinen 50. Geburtstag feierte, gilt als überzeugter Anhänger der umstrittenen Organisation, die sich selbst als Kirche bezeichnet. Katie, die in einer katholischen Familie aufgewachsen ist, wechselte Berichten zufolge aus Liebe zum Glauben ihres Mannes - und lieferte den Klatschspalten damit von Beginn an ein gefundenes Fressen.

Streng abgeschirmt hatten die Schauspieler mit einer Zeremonie nach dem Ritus von Scientology geheiratet. Holmes' Schwester Nancy Blaylock war Trauzeugin, Cruise hatte David Miscavige gewählt, den Vorsitzenden der Organisation.

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Tom Cruise ist Hollywoods König

«Etwas Unheimliches, vielleicht sogar Böses, umgibt diese Leute»

Trat die Schauspielerin in den mehr als fünf Jahren ihrer Ehe ungeschminkt und mit müden Augen auf die Straße, wurde wild spekuliert über «Gehirnwäsche« oder «Betäubung». Wirkte Holmes fröhlich und energiegeladen, wurde geunkt, dass Scientology ihr etwas verabreicht habe. Nun, nach dem Aus von «TomKat», geht es mit den bösen Gerüchten munter weiter.

Selbst Medienmogul Rupert Murdoch konnte sich ein paar bissige Kommentare über den «schrägen Kult» nicht verkneifen. «Etwas Unheimliches, vielleicht sogar Böses, umgibt diese Leute», schrieb er auf Twitter. Viel Geld sei da im Spiel und Tom Cruise die Nummer zwei oder drei in der Hierarchie der Organisation, wetterte Murdoch.

«Tom ist ein Kontrollfreak, ein Besessener»

Cruise war wegen seiner offensive Scientology-Mission schon seit Jahren immer wieder in ein schlechtes Licht geraten. Dann und wann wurde er auch für seine emotionalen Ausbrüche belächelt. Die gekünstelten Freudenhopser auf dem Sofa von Talkmasterin Oprah Winfrey wurden als Anfang einer medienwirksamen Liebe gedeutet. In schnellem Ablauf folgten danach Verlobung, Schwangerschaft und schließlich die Hochzeit in Italien.

Scientology hat die Trennung selbst bisher nicht kommentiert, wehrte sich aber in einer Mitteilung gegen Spekulationen von Tmz, es gebe womöglich einen Spionageeinsatz gegen Katie Holmes. Das Portal hatte gerätselt, ob in einem Auto wartende Männer vor deren Haus Beobachter von Scientology seien. Der Anwalt von Scientology sagte daraufhin zu People, dass man niemanden beauftragt habe, «Katie Holmes zu folgen oder zu beobachten». Auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur dpa reagierte die US-Organisation bislang nicht.

Tom Cruise & Co.
Prominente Scientologen

Papa Holmes steht Katie bei

Auch Angst der Mutter um ihre Tochter wurde als möglicher Trennungsgrund - etwa bei Tmz - angeführt. Viele Scientologen würden ihre Kinder im jungen Alter zu einem als äußerst streng geltenden Programm der zugehörigen Sea-Organisation weggeben, hieß es. Suri war vor kurzem sechs geworden. Der Scientology-Anwalt sagte zu Tmz, dass Jugendliche erst ab dem 16. Lebensjahr an dem Programm teilnehmen könnten. «Und auch dann nur mit dem Einverständnis beider Eltern», so der Anwalt.

Holms wiederum sah auf den ersten Bildern nach der Abgabe des Scheidungsantrags weder verschreckt noch gehetzt aus. Sie kämpfte sich mit einem kleinen Lächeln durch die Menge der Fotografen.

Wie das People Magazine in seiner Online-Ausgabe berichtet, helfe jetzt besonders Katies Vater, Martin Holmes (67), seiner Tochter durch die schwere Zeit. Es heißt, Katies Eltern seien von Anfang an skeptisch gewesen, schon als ihre Tochter anfing Tom Cruise vor sieben Jahren zu daten. Später habe sich Martin Holmes jedoch stets positive zu Tom Cruise geäußert, ihn gar als menschenfreundlich. 

Der deutsche Schauspieler Sky du Mont (65) spekuliert über die Gründe für die Trennung von Tom Cruise und Katie Holmes. «Tom ist ein Kontrollfreak, ein Besessener. Gerade was seine Tochter angeht, sind Tom und die Sekte sehr besitzergreifend», sagte du Mont der Zeitschrift «Grazia». Cruise ist Scientology-Mitglied. «Katie hat die Gefahr erkannt und die Reißleine gezogen. Bevor es zu spät ist.» Du Mont und Cruise hatten gemeinsam im Kubrick-Film Eyes Wide Shut gespielt. Nicole Kidman und Cruise waren die Hauptdarsteller.

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boi/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
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  • 27.07.2012 11:15

So ein Unsinn! Niemand muss vor Scientology geschützt werden, denn Scientology ist nicht gefährlich! Scientology verfolgt keine Aussteiger, ganz im Gegenteil: wenn jemand gehen möchte, dann lassen Sie ihn schnell gehen! Wenn jemand keine Scientologische Hilfe zum Beispiel erhalten will, dann macht es überhaupt keinen Sinn ihn zu zwingen, denn es würde so einfach nicht funktionieren! Es MUSS freiwillig gemacht werden und es wird NUR freiwillig gemacht!

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