Rache an Facebook Foto-Jagd auf Mark Zuckerberg

Mark Zuckerberg und Co.
Jung, innovativ und steinreich

Jetzt ist er dran. Mark Zuckerberg soll dafür büßen, dass er Millionen Menschen dazu gebracht hat, ihre Privatsphäre aufzugeben. Ein Blogger bläst nun zur Foto-Jagd auf den Facebook-Chef. Wer ihn in privaten Momenten erwischt, bekommt 20 Dollar. Ein Honeymoon-Bild gibt es schon.

Irgendwie süß. Da steht er, der große Mark Zuckerberg, der einen Großteil der Menschheit um ihre Privatsphäre gebracht hat, und macht mit einer Knipse ein Foto vom Vatikan. Ziemlich konzentriert sieht er aus und ziemlich zufrieden, auch seine neue Frau Priscilla Chan lächelt ganz gelöst.

Dass wir Zuckerberg sehen können in diesem Moment seiner Hochzeitsreise nach Italien, obwohl doch die ganze Hochzeit des Facebook-Chefs so versteckt und geheim war, ist Tipster zu verdanken. Oder genauer gesagt eigentlich Gizmodo. Dieses Blog nämlich hat zur Jagd auf Mark Zuckerberg geblasen, «Summer of Zuck» nennt Autor Mat Honan es, und es geht darum, Zuck zurückzugeben, was er der Menschheit aufgedrückt hat. Jetzt, wo Facebook kein reines Privatunternehmen mehr ist, sondern an der Börse und öffentlich, sei es Zeit für Mark, auch öffentlich zu werden, findet Gizmodo.

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«Coole 20 Dollar» bekommt jeder, der ein privates Foto von Mark einschickt. Im Honeymoon, im Pub, auf der Straße. «Facebooks gesamtes Geschäftsmodell basiert darauf, eure privaten Momente zu Geld zu machen. Deshalb ist es nur fair, dass wir jetzt auch auch etwas von seinen besitzen», schreibt der Blogger - allerdings müsse sich die Safari innerhalb der geltenden Gesetze bewegen, betont er noch.

Kritiker: Auch Zuckerberg darf selbst entscheiden, was er online stellen will

Tipster tat sich keinen Zwang an. Auf dem Weg zur Sixtinischen Kapelle war da plötzlich dieser Zuckerberg, der ein Foto von einer Touristin machte. Sie hatte ihn gefragt, ob er sie fotografieren könne. Zuckerberg, verblüfft: «Dich?» «Er war total davon überzeugt, dass sie ein Foto mit ihm wollte», schreibt Tipster. Aber offenbar gibt es noch Leute, die Mark Zuckerberg nicht kennen.

Nicht mehr lange, wenn der «Summer of Zuck» ein Erfolg wird. Bis zum 3. September, dem amerikanischen Labour-Day, läuft die Aktion. Allerdings hat Gizmodos Zuckerberg-Safari nicht nur hämische Fans, sondern auch Kritiker. Gizmodo wolle doch mit seiner Gerechtigkeitskampagne auch nur dem eigenen Blog zu Traffic verhelfen, lästern die Konkurrenten.

Leon Kaye spricht auf Triple Pundit von einem «Kopfgeld», Blogger Jordan Crook fordert auf TechCrunch auch für Zuckerberg Privatsphäre ein - schließlich habe er, genau wie jeder von uns, das Recht, sein Privatleben aus Facebook herauszuhalten: «Er hielt seine Hochzeit streng privat, weil es eine intensiv private Sache ist, deine langjährige Freundin zu heiraten, vermutlich die einzige Frau, der du trauen kannst», schreibt er - daneben allerdings ist ein privates Bild von «Zuck» mit seiner Frau zu sehen...

iwi/jag/news.de

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