Johannes Heesters Familie will Goldene Kamera zurückgeben

Johannes Heesters (Foto)
Die Familie von Johannes Heesters will die an den Schauspieler und Sänger verliehene Goldene Kamera zurückgeben. Sein Andenken sei von der Bild-Zeitung verunglimpft worden. Bild: dapd

Wurde das Andenken von Heesters durch einen Artikel mit Falschbehauptungen verunglimpft? Die Familie des verstorbenen Schauspielers will aus Protest gegen die Bild-Zeitung Heesters' Goldene Kameras zurückgeben.

Die Familie von Johannes Heesters will die an den Schauspieler und Sänger verliehene Goldene Kamera zurückgeben. Durch einen Bericht der  Bild-Zeitung vom 28. März mit dem Titel «So machten die Nazis Johannes Heesters reich» sehe man das Lebenswerk des am 24. Dezember 2011 gestorbenen Künstlers stark beschädigt, teilte das Büro Rethel-Heesters am Mittwoch in Salzwedel mit.

Das Andenken von Heesters werde in jenem Artikel mit Falschbehauptungen und persönlichkeitsverletzenden Zitaten verunglimpft. Aus Protest werde man daher die Heesters 2002 für sein Lebenswerk verliehene Goldene Kamera zurückgeben.

Ein Sprecher des Springer-Verlags erklärte, man könne die Vorwürfe nicht nachvollziehen. Die Berichterstattung sei journalistisch sachlich gewesen, habe das Lebenswerk von Heesters nicht infrage gestellt und ihn auch nicht in die Nähe der Nazis gerückt. «Bild» habe lediglich Fakten aus den Akten des Bundesarchivs wiedergegeben sowie die steigenden Gagen von Heesters während der Nazi-Zeit dokumentiert.

Johannes Heesters
Schlagfertig bis ins hohe Alter

boi/news.de/dpa

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Anna Knour
  • Kommentar 2
  • 07.07.2012 14:08

Nein, zeit seines Lebens hat man darüber diskutiert. Jetzt soll endlich Ruhe sein.

Kommentar melden
  • Rosi11
  • Kommentar 1
  • 05.04.2012 08:27

Nein, die Kamera hat er 2002 erhalten und sollten bestimmt auf nichts zielen. Es sind einige in der Zeit reich geworden und ich sehe dies so. Zur rechten Zeit am rechten Ort und das Glück ist einem hold. Heesters hatte immer Glück und man sollte dankbar sein dass er bis in das hohe Alter so fit war und vielen Freude schenken konnte. Er wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet und das war ja auch ausgezeichnet. Kann man denn gewisse Zeiten niemals ruhen lassen? Muss das immer wieder ausgegraben werden? Unsere Geschichte gehört zu uns aber sie muss uns nicht ständig vorgeworfen werden.

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig