Prinz Friso Versagte das Reanimiergerät?

Prinz Friso:  Panne im Helikopter? (Foto)
Prinz Friso liegt nach einem Lawinenunglück im Koma. Offenbar gab es eine Panne im Hubschrauber. Bild: dpa

Prinz Friso liegt nach einem Lawinenunglück im Koma. Hätte er im Haubschrauber gerettet werden können? Offenbar gab es dort eine Panne bei der Wiederbelebung. Ein Akku des Reanimiergerätes soll nach kurzer Zeit leer gewesen sein. Die Bergrettung bestätigt den Vorfall.

Prinz Johan Friso liegt immer noch im Krankenhaus in Innsbruck, nachdem er beim Skifahren von einer Lawine verschüttet worden war. Der zweitälteste Sohn der niederländischen Königin Beatrix könnte möglicherweise nie wieder aufwachen und habe laut Ärzten massive Hirnschäden erlitten.

Prinz Friso war am Freitag vor einer Woche in Lech am Vorarlberg mit einem Begleiter abseits der Piste unterwegs. Ein Schneebrett verschüttete die beiden. Der Begleiter konnte sich retten. Friso musste 50 Minuten lang reanimiert werden.

Akku schon nach neun Minuten leer?

Bei dieser Wiederbelebung soll es laut Bild-Zeitung zu einer Panne im Rettungshubschrauber gekommen sein. Angeblich sei der Akku des Reanimationsgerätes ausgefallen sein. «Nachdem ein Herzstillstand festgestellt worden war, wurde der Prinz an das Herzdruckmassagegerät angeschlossen. Doch aufgrund der Kälte war der Akku nach einer gewissen Zeit leer», bestätigte der Bergretter der Landesleitung Vorarlberg, Matthias Marxgut, der Bild.

Laut Insidern soll der Akku bereits nach neun Minuten leer gewesen sein. Dabei müsse ein Akku eines Gerätes der österreichischen Firma AutoPulse 40 bis 60 Minuten lang halten. Ein Ersatzakku soll ebenfalls nach 15 Minuten leer gewesen sein. Die Bergrettung bestreite dieses Detail allerdings. Doch laut dem Bericht habe die Firma AutoPulse bereits im September 2011 zum Austausch der Akkus geraten.

Suche nach Reha-Klinik für Friso

Unterdessen ist die Anteilnahme in den Niederlanden an dem Schicksal der Königsfamilie groß. Die Menschen schickten immer mehr Blumen und Grußkarten zum Palast in Den Haag, berichteten niederländische Medien am Wochenende.

Derzeit wird nach einer Reha-Klinik für Friso gesucht. Königin Beatrix (74) wollte das Wochenende in den Niederlanden verbringen, aber schon zu Wochenbeginn wieder nach Lech zurückkehren. Nach Informationen des ORF wollen die Königin und Mabel, die Frau des Prinzen, gemeinsam mit den Ärzten der Klinik Innsbruck das weitere Vorgehen besprechen.

Derweil dreht sich die Debatte in Österreich auch um ein mögliches Skiverbot im Gelände. Die Tourismus-Verantwortlichen in Lech wollen das Fahren im freien Gelände jedoch trotz des Unfalls nicht einschränken. Man könne nicht «einen ganzen Berg sperren», sagte Tourismusdirektor Hermann Fercher dem ORF-Sender Radio Vorarlberg.

phs/boi/news.de/dpa

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