Whitney Houston Nach dem Tod ist vor dem Charterfolg

Während Medien weiterhin über die Ursache ihres plötzlichen Todes spekulieren, bereitet die Familie von Whitney Houston deren Beerdigung vor. In New Jersey, wo sie aufwuchs, soll es eine große Trauerfeier geben. Zuvor stürmt die Sängerin noch einmal die Charts.

Schockierte Promis: Stimmen zum Tod von Whitney Houston

Der Schock sitzt noch immer tief und dennoch soll nun alles ganz schnell gehen: Die Familie von Whitney Houston plant die Beisetzung der Sängerin in ihrem Geburtsort im US-Staat New Jersey, wie aus dem Umfeld der Verstorbenen bekannt wurde. Demzufolge könnte am Donnerstag eine Totenwache abgehalten werden und am folgenden Tag im Prudential Center in Newark die Beerdigungsfeier stattfinden. In der Sportstätte haben 18.000 Menschen Platz.

In dem Bundesstaat vor den Toren New Yorks war die am Samstag in Beverly Hills tot aufgefundene Popdiva aufgewachsen, in der New Hope Baptist Church in Newark zum ersten Mal aufgetreten. Ihre Mutter, die Gospelsängerin und Grammy-Gewinnerin Cissy Houston, war dort jahrelang musikalische Leiterin. Ihre Cousine, Sängerin Dionne Warwick, sang ebenfalls im örtlichen Gospelchor.

Die Industriestadt Newark ist durch den Flughafen bekannt, auf dem auch viele Flüge aus Deutschland landen. Der Leichnam von Houston ist bereits in einem Privatflugzeug von Los Angeles dorthin überführt worden. Dutzende Fans hatten sich vor dem Bestattungsinstitut Whigham Funeral Home versammelt, spielten Houstons Hits, sangen, zündeten Kerzen an und hofften, einen Blick auf den Sarg zu erhaschen.

Celine Dion gibt Drogen die Schuld

Über die Todesursache wird indes weiter spekuliert. In der Hotelsuite, in der Houston am vergangenen Samstag starb, sind nach Angaben der Ermittler Flaschen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten gefunden worden. Allerdings habe es sich um eine nicht sehr große Menge gehandelt, sagte Ed Winter von der Gerichtsmedizin in Los Angeles.

Es waren «nicht besonders viele verschreibungspflichtige Präparate» in dem Hotelzimmer, so Winter. Üblicherweise würden bei an einer Überdosis Gestorbenen viel mehr Medikamente gefunden. Ausschließen wollte Winter allerdings nur ein Verbrechen, sonst nichts: «Ich weiß, es gibt Berichte, dass sie ertrunken oder an einer Überdosis gestorben ist. Aber es gibt keinen Abschlussbericht, bevor nicht alle Testergebnisse da sind.» Und das könne acht Wochen dauern.

Tod der Popdiva: Ist Whitney Houston ertrunken?
Video: zij/news.de/dapd

Gesangskollegin Celine Dion gibt Drogen und Medikamenten die Schuld an Houstons frühem Tod. «Es ist schrecklich, dass ihre Träume und ihr Dasein als Mutter davon übermächtigt wurden», sagte Dion am Montag in einem Telefon-Interview mit dem US-Fernsehsender ABC. Wie Elvis Presley, Marilyn Monroe, Amy Winehouse oder Michael Jackson sei Houston durch «Stress oder schlechte Einflüsse» in einen tragischen Strudel geraten.

Die 43-jähre Dion bezeichnete Houston als unglaubliche Inspiration für ihre eigene Karriere: «Ich wollte immer wie sie singen.» Vor Pillen oder Drogen habe sie aber immer goße Angst gehabt. «Zu schnell passiert etwas und alles wird zerstört», so Dion. Deshalb gehe sie nicht auf Partys und wolle kein Teil des Showbusiness sein.

Houston überholt Grammy-Gewinnerin Adele

Trauer um Prominente: Tot, aber unsterblich

So still es vor ihrem Tod um Houston geworden war, so sehr belebte ihr Tod ihre Plattenumsätze. Am späten Montag belegte die Soulsängerin ganze 27 Plätze in den Top 100 der iTunes-Charts. Auf Nummer eins landete ihr Hit I Will Always Love You - und das noch vor Rolling In The Deep von Grammy-Abräumerin Adele. Auch in Deutschland spielten Radiosender Houston-Songs. Am Tag nach ihrem Tod wurden laut der Marktforschungsfirma Media Controlfast 100 Mal so viele Houston-Alben heruntergeladen wie am Vortag.

Für Verwirrung sorgt, dass die Soul-Diva kurz vor ihrem Tod noch in guter Verfassung gewesen sein soll. «Was ich am Donnerstag sah, war kein verwirrtes Verhalten. Das war nicht jemand, der high war», sagte Sängerin Kelly Price CNN, mit der die Sängerin gefeiert hatte. Houston habe getanzt und gelacht. «Wir alle hatten Spaß.» Spontan habe sie mit Price ein Duett von Jesus Loves Me gesungen und es habe «wunderbar geklungen».

Sorge bereitet derweil Houstons Tochter Bobbi Kristina. Laut Medienberichten wurde die 18-Jährige nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter zweimal im Krankenhaus behandelt. Sie sei zunächst am Morgen mit der Diagnose «Stress und Erschöpfung» ins Krankenhaus gebracht worden. Später sei sie dann erneut in die Klinik gekommen, weil sie «hysterisch, erschöpft und nicht zu trösten» gewesen sei.

zij/car/news.de/dpa/dapd

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Giorgio
  • Kommentar 2
  • 14.02.2012 15:55

ich bien sehr traurich von kurz wir Haben Pavarotti verloren un jetz die zueiter stimen got ich habe keine Keine wort mehr ich bien sehr traurich

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  • loddel
  • Kommentar 1
  • 14.02.2012 12:29

In der Musikszene überrascht kein vorzeitiges Ableben mehr, dafür wird viel zu viel gekokst und gesoffen, die Einzigen die das bisher überlebten sind die Stones. W. Housten wird mit M. Jackson schon im Tonstudio auf Wolke 7 neue Songs einstudieren.

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