«Doping für die Haare» Jan Ullrich wirbt für Alpecin

Jan Ullrich (Foto)
Jan Ullrich wird für das Bielefelder Unternehmen Dr. Wolff werben. Bild: dpa

Von news.de-Redakteur Konrad Rüdiger
Eine brisante Partnerschaft bahnt sich zwischen einem Ex-Radprofi und einer Kosmetikfirma an. Der desöfteren mit Dopingverdacht konfrontierte Jan Ullrich und der Alpecin-Hersteller Dr. Wolff machen gemeinsame Sache. Der pikante Wahlspruch des Shampooherstellers: «Doping für die Haare».

Für diese Partnerschaft wurde der schwäbische Ausdruck «das hat G'schmäckle» mit erfunden: Der ehemalige Radprofi Jan Ullrich und der Bielefelder Kosmetikkonzern Dr. Wolff gehen eine Werbepartnerschaft ein. Der zeitweise unter Dopingverdacht stehende Ullrich repräsentiert die Volkssportveranstaltung Alpecin Cycling Day, berichtet die Webseite rad-net.de. Neueren Meldungen zufolge solle Ullrich aktiv als Fahrer bei der Veranstaltung antreten.

Dr. Wolff wirbt seinerseits in zahlreichen TV-Spots mit dem Slogan «Doping für die Haare» für seine Produkte der Marke Alpecin. Das Unternehmen wollte die Details zu der Vereinbarung mit Ullrich am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bekannt geben. Das Branchenblatt Horizont zitierte eine Unternehmenssprecherin mit den Worten, dass ein Auftreten des ehemaligen Team-Telekom-Profis in der klassischen Werbung nicht ausgeschlossen sei. Ullrich solle das Unternehmen auf jeden Fall im Ausland vertreten.

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Ullrich war 2006 in einem großen Doping-Skandal von der Tour de France ausgeschlossen worden und beendete seine Karriere im Jahr 2007, nachdem er von seinem damaligen Arbeitgeber, dem Team Telekom gefeuert worden war. Bereits im Jahr 2002 hatte Ullrich für Aufsehen beziehungsweise Stirnrunzeln gesorgt, als er einen positiven Dopingbefund damit erklärte, am Vorabend einer Dopingprobe in einer Disco zwei Tabletten von einem Unbekannten gekauft zu haben. Daraufhin war er vom Radsportverband sechs Monate gesperrt worden.

Der Tour-de-France-Sieger von 1997 selber hatte Dopingvergehen stets bestritten. In einem langwierigen Verfahren wurde Ullrichs DNA auf Blutbeuteln beim spanischen Dopingarzt Fuentes gefunden, die Ermittlungen aber gegen die Zahlung einer sechsstelligen Summe für gemeinnützige Zwecke eingestellt. Ullrich wurde dabei zugute gehalten, dass er in einem dopingverseuchten Sport tätig war und seine kriminelle Energie nur gering war.

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cvd/news.de

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