«The Ides Of March» George Clooney for President

The Ides of March - Tage des Verrats (Foto)
George Clooney als Präsident in The Ides of March - Tage des Verrats. Bild: Tobis Film/dapd

Juliane ZiegengeistVon news.de-Volontärin
Er ist einer der politisch engagiertesten Hollywoodstars. So manche Partei würde sich glücklich schätzen, ihn im Team zu haben. In seinem neuesten Film will George Clooney in Obamas Fußstapfen treten. Wir halten das für gar nicht so unrealistisch. Denn gute Gründe für Clooneys Wahl gibt es genug.

Als charismatischer Gouverneur Mike Morris kämpft George Clooney in seinem neuesten Film The Ides Of March - Tage des Verrats mit Hilfe von Ryan Gosling als ehrgeizigem Pressesprecher um die US-Präsidentschaft. Clooney spielt natürlich einen Demokraten und inszeniert als Regisseur, Autor und Produzent des Films das politische Parkett Amerikas als tödliches Minenfeld. Nicht nur auf der Leinwand scheint der kritische Schauspielerkopf geradezu prädestiniert für das höchste politische Amt der USA. Oder warum versucht ihn die demokratische Partei tatsächlich anzuwerben?

Er sieht gut aus

Die Gründe für einen Wechsel in die Politik liegen auf der Hand. Clooney wäre ein wahrer Stimmenmagnet. Frauen würden ihn wählen, weil sie ihn vergöttern, und Männer, weil sie so sein wollen wie er. Und mal ehrlich, wie gut würde sich der attraktive Mime auf Wahlplakaten und später vielleicht sogar Briefmarken machen? Doch Clooney wird nicht nur optisch dem Eindruck eines reifen und seriösen Staatsmannes gerecht. Wie in seinen Filmen setzt er sich auch als Privatmensch mit gesellschaftspolitischen Themen immer wieder kritisch auseinander.

The Ides of March
Im Sumpf mit Clooney
Video: amg/news.de/Tobis

Er nimmt kein Blatt vor den Mund

Im Politthriller Syriana ging er 2005 als CIA-Agent Bob Barnes den Machenschaften der Ölindustrie auf den Grund. Im gleichen Jahr lieferte er mit Good Night, And Good Luck einen Kinofilm über die von Bespitzelungen und Intrigen geprägte McCarthy-Ära. Und in Michael Clayton musste 2007 die von Seilschaften infiltrierte Justiz dran glauben. Zudem bezieht Clooney auch fernab seiner Filme offen Stellung. Der als Kriegsgegner bekannte Schauspieler machte keinen Hehl daraus, was er von den Führungsqualitäten des Expräsidenten George W. Bush hält, nämlich nichts. Er bezeichnete ihn öffentlich sogar als dumm.

Er engagiert sich

Von Barack Obama ist Clooney seit dessen Präsidentschaftskandidatur 2008 hingegen ein großer Fan. Im Weißen Haus haben die beiden sogar schon die Sicherheits- und Menschenrechtslage im Südsudan diskutiert. Als UN-Botschafter des Friedens reiste der Schauspieler in den vergangenen Jahren mehrfach in die Krisenregion - unter anderem um das Referendum über die Abspaltung vom Norden des Landes zu überwachen. Clooney ist aber nicht nur Friedenskämpfer, sondern auch Klimaschützer. Als Verwaltungsratsmitglied eines Schweizer Unternehmes setzt er sich für alternative Energien ein. Damit engagiert er sich mehr als so mancher aktive Politiker.

Er gibt sich bescheiden und selbstkritisch

Dennoch glaubt Clooney nicht, dem Präsidentenamt gewachsen zu sein. Bei den Filmfestspielen von Venedig 2011, die durch The Ides Of March eröffnet wurden, war er nur voll des Lobes für den derzeitigen Amtsinhaber: «Im Moment hat ein Mann dieses Amt inne, der weitaus schlauer ist als jeder andere. Einer, der netter ist und deutlich mehr Verständnis mitbringt als jeder andere.» Er sei froh, keine Entscheidungen treffen zu müssen, die tausende Menschenleben beeinträchtigten, und glücklich damit, nur Geschichten zu vermitteln.

Er ist immer für ein Skandälchen gut

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In einem älteren Interview mit Newsweek hatte der Schauspieler politische Ambitionen schon einmal verneint. «Ich habe einfach mit zu vielen Frauen geschlafen und zu viele Drogen genommen. Das ist die Wahrheit», gestand Clooney im Frühjahr. Dass derlei Verfehlungen in der Politik schon lange nicht mehr das Aus bedeuten müssen, ist spätestens seit Bill Clintons Praktikatinnen-Affäre kein Geheimnis mehr. Und schließlich waren auch andere Filmstars, die es auf politische Pfade verschlug, keine Kostverächter, zumindest was Frauen angeht. Man denke nur an Warren Beatty und sogar Arnold Schwarzenegger.

Für den Fall einer Kandidatur würde Clooney jedoch zu seiner turbulenten Vergangenheit stehen und hätte auch einen passenden Slogan parat: «Ich habe Bong-Wasser getrunken!» Mutig, mutig. Aber das muss man als Präsident auch sein. Ob Clooney es irgendwann - wie übrigens schon sein Vater Nick - wagen wird, sich auf ein politisches Amt zu bewerben, bleibt abzuwarten. Nick Clooney, Journalist und TV-Moderator, hatte 2004 mit Unterstützung seines Sohnes für das US-Repräsentantenhaus kandidiert, allerdings ohne Erfolg. Wir sagen: George, mach's besser!

Wie unsere Kinoredaktion The Ides Of March findet, lesen Sie hier.

wie/news.de

Leserkommentare (12) Jetzt Artikel kommentieren
  • MARIA FREUDENTHAL MA-FRANCE
  • Kommentar 12
  • 22.02.2012 23:02

I LIKE GEORGE CLOONEY LIKE PRESIDENT

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  • STEFANIA HILDENBRAND FRANCE
  • Kommentar 11
  • 22.02.2012 22:54

GEORGE CLOONEY IS GREAT

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  • STEFANIA KLEINA KANADA
  • Kommentar 10
  • 22.02.2012 22:51

GEORGE CLOONEY LIKE PRESIDENT SUUUPEEER!

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