Benno Fürmann Horrorcrash bei Dreharbeiten?

Benno Fürmann (Foto)
Benno Fürmanns Unfall gibt Rätsel auf. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Seit er in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt wurde, reißen die Schlagzeilen über Benno Fürmann nicht ab. Jetzt wurde bekannt, dass der Schauspieler das Auto angeblich beim Dreh zu einem Film steuerte. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Die Spekulationen um den Horrorunfall des Schauspielers Benno Fürmann wollen einfach nicht enden. Die Bild-Zeitung will erfahren haben, dass das Unglück während Dreharbeiten für die Komödie Weniger ist mehr geschah. Fürmann, der am Steuer eines Mercedes saß, soll eine Halskrause getragen haben, die er kurz nach dem Crash abnahm. Zudem sei sein rechtes Auge so geschminkt gewesen, dass es geschwollen aussah.

Halskrause und Schminke im Gesicht

Der Unfall geschah bereits vor zwei Wochen, war aber erst am Montag bekanntgeworden. Fürmann hatte mit dem Mercedes beim Linksabbiegen auf einer Bundesstraße bei Starnberg einem entgegenkommenden Fiatfahrer die Vorfahrt genommen. Der Kleinwagen wurde nach dem Zusammenprall gegen einen Baum geschleudert. Der eingeklemmte Fahrer brach sich Brust- und Rückenwirbel, das Sprunggelenk sowie das Schienbein. Fürmann blieb bei dem Unfall unverletzt.

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«Herr Fürmann sagte mir, er hätte die Halskrause schon vorher angehabt», wird der Vater des Unfallopfers von der Bild-Zeitung zitiert. Fürmann war - offenbar für seine Rolle - auch mit Kunstblut geschminkt. «Wir dachten, der Mann braucht ebenfalls Hilfe», sagte ein Sanitäter der Zeitung. Die Retter hätten geglaubt, Fürmanns Verletzungen seien echt. Das Blatt druckte Fotos ab, auf denen Fürmann am Unfallort mit zugeschwollenem Auge zu sehen ist. Den Angaben zufolge handelte es sich dabei nicht um Verletzungen durch den Unfall, sondern um Maskerade für den Filmdreh.

Unheimliche Parallele

Paradoxerweise spielt Fürmann, der zuletzt im TV im Frankfurter Tatort und als Der Mauerschütze zu sehen war, in dem Film Weniger ist mehr ein Unfallopfer. Er mimt den Workaholic Frank Schuster, der sich mehr um seinen Job als um seine Familie kümmert - zum Leidwesen seiner zwei Kinder und seiner Frau Veronika (Ulrike C. Tscharre). Der Verkehrsunfall verändert alles. Im Film gibt die Geschichte nach dem Unfall reichlich Grund zum Lachen, im wahren Leben ist die Lage dagegen sehr ernst. Das 35-jährige Unfallopfer schwebt noch immer in Lebensgefahr.

Fürmann scheint unter dem Unfall zu leiden, er macht sich Vorwürfe, ruft jeden Tag bei der Familie des Verunglückten an und erkundigt sich nach dessen Befinden. Seit dem Unglückstag meidet der Schauspieler die Öffentlichkeit. Gestern hat er seine Teilnahme an der Deutschlandpremiere des Kinofilms Der Gestiefelte Kater (Kinostart: 8. Dezember) in Berlin abgesagt. Fürmann sollte dort gemeinsam mit den Hollywoodstars Antonio Banderas und Selma Hayek den 3D-Animationsfilm vorstellen. Banderas spricht in dem US-Original den Kater, Fürmann leiht dem Titelhelden in der deutschen Fassung die Stimme.  

Vorwurf: Fahrlässige Körperverletzung

Offensichtlich wollte Fürmann den Fragen der Journalisten ausweichen. Aus gutem Grund: Die Polizei ermittelt nach Angaben von Bild wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den 39-jährigen Schauspieler. Dabei wird auch zu klären sein, ob Fürmann durch die Halskrause und das umschminkte Auge behindert wurde.

Wie Augenzeugen berichtet haben sollen, befand sich in Fürmanns Wagen auch eine Kamera. Ob während der Fahrt gedreht wurde, lässt sich nicht beantworten. Stellungnahmen der Produktionsfirma wurden mit Verweis auf «die laufenden Ermittlungen» verweigert. Ein Filmdreh auf offener Straße wäre jedenfalls rechtlich problematisch. Dafür hätte, so Bild, die Straße gesperrt werden müssen.

zij/news.de

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • HHA
  • Kommentar 2
  • 23.11.2011 17:59
Antwort auf Kommentar 1

"Standart" ist eine häufig vorkommende Falschschreibung des eigentlich gemeinten Begriffs „Standard“.

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  • Rolf
  • Kommentar 1
  • 23.11.2011 14:08

Bei einem Verkehrsunfall mit Schwerverletzen, wird immer wegen varlässiger Körperverletzung "ermittelt". Das ist Standart.

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