Kim Kardashian Sie hat bekommen, was sie wollte

Früher war sie Paris Hiltons Freundin mit dem großen Hintern. Nun ist sie dank pompöser Luxushochzeit mit Basketballer Kris Humphries und Blitzscheidung nach nur 72 Tagen Ehe endlich in der Liga der A-Promis angekommen.

Seitdem Kim Kardashian vor einer Woche ihre Trennung von Kris Humphries bekannt gab, steht Hollywood Kopf. Fast jedes Klatschmagazin machte in dieser Woche mit der Kardashian-Geschichte auf. Sämtliche Promis wurden von Journalisten zu ihrer Meinung über die Blitzehe gefragt, ohne die Beteiligten auch überhaupt nur zu kennen. Und über all dem Wahnsinn schwebt die eine Frage: War diese Ehe nur ein Fake?

Unter großem Tamtam und für viel Geld hatten Reality-Star Kim Kardashian und Basketballer Kris Humphries am 20. August dieses Jahres geheiratet. Für die Hochzeit soll das Paar sage und schreibe 18 Millionen Dollar bekommen haben. Die Kardashian-Humphries-Eheschließung gilt als zweitwichtigstes Promi-Ereignis des Jahres, direkt nach der königlichen Hochzeit von Kate und William im April. Kim Kardashian dürfte zufrieden sein, denn genau das hatte sie beabsichtigt.

Ein Hochzeit wie bei Kate und William

Nachdem alle Welt am 29. April nach London geblickt hatte, soll sie den Entschluss gefasst haben, mindestens eine ebenso glamouröse Hochzeit zu haben. Nur wenige Woche später verkündeten sie und Kris Humphries - das Paar kannte sich gerade sechs Monate - die Verlobung. Was für ein Zufall! Zur Verlobung bekam Kim von Kris einen Diamantenring im Wert von 2 Millionen Dollar.

Promi-Hintern: ImPOsante Ansichten

Dann begannen die Vorbereitungen: als erstes musste ein Hochzeitskleid her. Das schneiderte Kim Kardashians Lieblingsdesignerin Vera Wang. Genau wie bei einer Adelshochzeit blieb das Modell bis zum Tag der Eheschließung streng geheim. Es wurden elegante Einladungen verschickt, Trauzeugen ausgesucht und die Figur für den großen Tag getrimmt. Und bei all dem waren die Fernsehkameras immer live dabei. Denn selbstverständlich wurde die Hochzeit in die Reality-Show über die Kardashians eingebaut.

Als das Hochzeits-Special von Keeping up with the Kardashians zum ersten Mal im US-Fernsehen lief, sahen vier Millionene Amerikaner zu. Da die Quoten so gut waren, wurde die Folge gleich mehrmals wiederholt. Der Sender E! Entertainment will sie nun - nachdem sich Kim und Kris getrennt haben - noch einmal ausstrahlen.

Vor einigen Wochen will Kim Kardashian sich bei Freunden über den Mangel an Privatssphäre beklagt haben. Als junges Ehepaar wolle man möglichst viel Zeit allein verbringen. Doch das sei mit den Kameras und Journalisten die ihnen überall auflauerten, überhaupt nicht möglich. Wie war das noch gleich mit den Geistern, die man rief?

Kim Kardashian braucht die Kameras

Kim Kardashian braucht die Kameras. Sie haben sie groß gemacht und sie halten sie oben. Sicher hat auch sie eigene Parfüms, Handtaschenkollektionen und Schmuck kreiert, aber im Gegenteil zu ihrer einstigen Busenfreundin Paris Hilton, mit nur wenig Erfolg. Das, was die Leute von ihr sehen wollen, ist Keeping Up With The Kardashians. Seit Jahren ist die Sendung, die in Deutschland einige Zeit auf MTV lief, ein Renner. Mittlerweile existieren Spin-Offs wie Kim And Khloe Take New York und Khourtney And Khloé Take Miami.

Die Reality-Shows geben vor, das wahre Leben der großen Kardashian-Familie zu zeigen. Die besteht aus Kim, ihrer Mutter Kris, ihren Schwestern Khourtney, Khloé, Kendall und Kylie, ihrem Bruder Rob und ihrem Stiefvater Bruce Jenner. Der ehemalige Olympiaschwimmer heiratete 1991 Kims Mutter Kris. Die war in erster Ehe mit Robert Kardashian verheiratet, einem berühmten Promianwalt, der unter anderem O.J. Simpson vertrat.

Paris Hiltons beste Freundin mit dem großen Hintern

Vor der Kardashian-Show war Kim weitestgehend unbekannt. 2007 lernte sie Paris Hilton kennen, die sie in die richtigen Kreise in Hollywood einführte. Aus der Freundschaft zwischen den beiden wurde jedoch schnell Feindschaft. In den Medien gab es einen bösen Zickenkrieg, in dem Paris Hilton den markanten Hintern ihrer einstigen Busenfreundin auch schon mal mit einer Mülltüte voller Hüttenkäse verglich. Heute sprechen beide kein Wort mehr miteinander.

Neben Paris Hilton wirkte Kim Kardashian immer ein wenig schüchtern und unscheinbar. Wenn man ihre Auftritte heute verfolgt, erscheint das undenkbar. Mittlerweile hat sie sich längst vom Status der It-Girl-Freundin losgerissen. Sie ist inzwischen selbst ein It-Girl. Ihre Pomphochzeit und die Blitzscheidung haben dazu nun gehörig beigetragen.

Kris Humphries will für die Ehe kämpfen

Wohl auch deswegen erscheint vielen die öffentlichkeitswirksame Eheschließung mit Kris Humphries als großer Schwindel, der nur eins zum Ziel hatte: noch mehr Publicity. Wenn man nur einmal von den äußerlichen Unterschied der beiden absieht - Kris ist über zwei Meter groß, Kim lediglich 1,60 Meter, scheinen beide auch sonst nicht viel gemeinsam zu haben.

Er ist ein Basketballspieler bei den New Jersey Nets und lebt ruhig und zurückgezogen in New York. Kim liebt das Rampenlicht, die Scheinwerfer und Kameras und kann sich ein Leben fernab von Hollywood, wo sie all das bekommt, kaum vorstellen.

Kris Humphries soll von dem Antrag auf Scheidung regelrecht überrumpelt worden sein und kündigte kurz nach dem Bekanntwerden der Trennung an, für seine Ehe kämpfen zu wollen. Für Kim Kardashian wird die wohl keine große Rolle mehr spielen. Sie hat schon längst bekommen, was sie wollte.

krc/news.de

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