Von von news.de-Redakteuerin Julia Pfeifer - 15.10.2011, 08.29 Uhr

Schlagerbranche: Wenn die schöne Scheinwelt zerbricht

Schlagerstars wie Roy Black oder Rex Gildo lagen die Frauen zu Füßen. Mit ihrer Musik verdienten sie Millionen. Dennoch waren sie fast ihr ganzes Leben lang unglücklich. Sie zerbrachen an der Unvereinbarkeit von Schlagerwelt und Realität.

Roy Black, Rex Gildo und Gunter Gabriel (von links) Bild: dapd

Am Donnerstagabend war Uwe Ochsenknecht im ZDF als abgehalfterter Schlagersänger zu sehen, der versucht, ein Comeback zu starten. Für seine Rolle könnte er sich in der echten Schlagerwelt Inspiration gesucht haben. Denn an der Branche, die mehr Schein als Sein ist, zerbrach schon so mancher einst hochgefeierter Star. Warum sind so viele von ihnen trotz Ruhm und Geld unglücklich, greifen zu Drogen und Alkohol, verlieren ihr Vermögen oder nehmen sich gar das Leben?

Die Schlagerwelt ist eine heile Welt. In ihren Liedern geht es um Liebe und gute Laune. Jürgen Drews sagte dazu kürzlich im Interview mit Matthias Reim sogar ganze 15 Millionen. Auch Gunter Gabriel brachte sein Vermögen durch. Teure Scheidungen und ausbleibender Erfolg zwangen den deutschen Countrystar, den Gürtel enger zu schnallen.

FOTOS: Schlagerbranche Pleiten, Drogen, Selbstmord

Aber es gibt auch die Schlagerstars, die es geschafft haben, die seit Jahren erfolgreich sind, ihr privates Glück gefunden haben und mit dem Image des Heile-Welt-Dudlers gut zurechtkommen. Sie nehmen sich und ihre Musik nicht allzu ernst, wie der «König von Mallorca», oder sie leben das, was sie besingen, so wie beispielsweise Andrea Berg. Um in der Schlagerwelt überleben zu können, muss man offensichtlich dafür geboren sein.

Sehen Sie in unserer Fotostrecke, welche Schattenseiten der Ruhm für die größten deutschen Schlagerstars mit sich brachte.

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zij/news.de

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