Peinlicher Brief Eva Hermann wettert gegen Kristina Schröder

Eva Hermann (Foto)
Eva Hermann hat wieder zugeschlagen: Sie schrieb einen offenen Brief an Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Melanie Sohn
Sie ist bekannt für ihre eigenwilligen Meinungen: Journalistin und Buchautorin Eva Hermann. Nun tritt sie erneut in Aktion und veröffentlicht einen Brief, in dem sie Bundesfamilienministerin Kristina Schröder vorwirft, zu früh in den Job zurückgekehrt zu sein.

Eva Hermann wendet sich in einem offenen Brief an Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Die hat im Juni Töchterchen Lotte Marie zur Welt gebracht und sitzt jetzt schon wieder im Büro. Ein Unding für Hermann. Die unterstellt Schröder, sie habe offensichtlich noch nichts von Bindungsforschung gehört. Schließlich seien die ersten drei Jahre im Leben eines Babys die wichtigsten. Außerdem wirft sie der Ministerin Desinteresse an ihrem Kind vor.

Auch Hermann ist Mutter eines Kindes und stand, so schreibt sie, ebenfalls vor der Entscheidung Kind oder Karriere. Doch sie hatte eine Lösung für das Dilemma: «Aber anders als offenbar Sie hatte ich großes Interesse an der Frage, ob sich das, was mir weiterhin Spaß machen würde (meine Karriere), für mein neugeborenes Kind ebenso lustig anfühlen mochte. Und weil ich daran Zweifel hatte, packte ich meinen Säugling in ein Umhängetuch und besuchte mit ihm mehrere Kongresse zur Bindungsforschung.»

Die Besuche scheinen Hermann bei der Klärung dieser existenziellen Fragen geholfen zu haben, denn sie berichtet weiter: «Ja, Frau Ministerin, in Dutzenden von Fachgesprächen mit Erziehungswissenschaftlern und Kinderärzten wurden mir meine modernen Flausen, dass Beruf und Familie locker vereinbar seien, gründlich ausgetrieben.»

Weiter wirft Hermann der frischgebackenen Mutter vor, dass sie den Bau von Kinderkrippen vorantreibe und damit einen verherenden Schaden anrichten würde. Schließlich sei «jedes schon früh fremdbetreute Kleinkind eines zu viel».

Ex-Tagesschausprecherin und Buchautorin Eva Hermann vertritt kontroverse Ansichten. Ihre Aussagen zur Familienpolitik und der Rolle der Frau in der Gesellschaft ließen viele Menschen aufhorchen. Als Hermann Vergleiche zum Nationalsozialismus zog, begann eine Schlammschlacht in den Medien. Trauriger Höhepunkt war ein Besuch Hermans in der Talkrunde von Johannes B. Kerner. Dort sollte die Journalistin Gelegenheit bekommen, ihre Aussagen klarzustellen - sie wurde noch während der Sendung des Studios verwiesen.

Seitdem ist es ruhig geworden um Eva Hermann. Zuweilen gehen Berichte über die von ihr angestrengten Prozesse gegen diverse Medien duch die Presse. Letztmalig erregte sie großes Aufsehen, als sie das Loveparade-Unglück im Juli 2010 kommentierte. Mit der Überschrift «Sex- und Drogenorgie Loveparade: Zahlreiche Tote bei Sodom und Gomorrha in Duisburg» schilderte sie die Party aus ihrer Sicht. 

Was halten Sie von den neuerlichen Äußerungen Eva Hermans? Diskutieren Sie mit.

cvd/news.de

Leserkommentare (10) Jetzt Artikel kommentieren
  • Manfred Tröger
  • Kommentar 10
  • 30.05.2012 11:17

Machen Sie weiter so, Frau Hermann. Ich bin ein großer Fan von Ihnen. Sie sind eine sehr sehr attraktive, sehr intelligente Frau, mit großem Herz, Moral und Charakter. So was ist in der heutigen Zeit leider nicht mehr gefragt. Wir leben in einer Zeit voller Neid, Boshaftigkeit und extremer menschlicher Kälte.

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  • ein Gast
  • Kommentar 9
  • 26.09.2011 19:29

Nach meiner Information ist Frau Hermann dreimal geschieden und hat während der Kleinkinderzeit ihres einzigen Sohnes als Moderatorin gearbeitet. So weit zumindest wikipedia.

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  • EuleTilly
  • Kommentar 8
  • 26.09.2011 16:50

Nicht peinlich ist der Brief, sondern komplett absurd. Nach der total überholten Meinung von Frau Herrman und Co müssten in weiten Teilen Europas ganze Völkerscharen lebens- und bindungsunfähig sein während in großen Teilen Asiens, Arabiens und Afrikas eitel Sonnenschein in den Seelen herrschen müsste. Merkwürdig, dass es zum Großteil genau andersrum ist. Offensichtlich spielt viel mehr eine Rolle als die übertriebene Fokussierung auf die Bindung Mutter-Kind. Dieses pathetisch-naive Pamphlet aber in erster Linie ist: Ein nerviger Versuch einer gestörten Person mit Aufmerksamkeitssyndrom.

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