Die Guttenbergs Auswandern fürs Image

Die Guttenbergs beginnen ein neues luxuriöses Leben in den USA. Was der Ex-Verteidigungsminister und seine Familie dort machen werden? An erster Stelle sein Image retten. Wir haben ein paar Ideen, wie das gehen könnte.

Auswandern fürs Image (Foto)
Die Familie zu Guttenberg Bild: dpa

Vor einigen Tagen bestätigte Stephanie zu Guttenberg die Gerüchte, ihre Familie werde für einige Zeit in die USA ziehen. Nach der Plagiatsaffäre ihres Mannes und dem daraus folgenden Rücktritt freue sie sich auf ein normales Leben als Familie an einem neuen Ort, wo man die Guttenbergs nicht kenne, sagte Stephanie zu Guttenberg in der Bild.

Zunächst will die Adelsfamilie aus Franken nur Schlafsäcke und Isomatten mitnehmen: «Wir leben erst mal inmitten von Kartons, wie sich das gehört. Wenn man nach Übersee zieht, ist ja vor allem interessant, wann die Habseligkeiten ankommen. Das kann dauern», erzählte Stephanie zu Guttenberg im Interview mit der Bild.

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Ein Anwesen mit sechs Schlafzimmern für 3,2 Millionen Euro

Doch Schlafsack und Isomatte dürften kein Problem sein, wenn man diese in einem 3,2 Millionen Euro teuren Anwesen mit sechs Schlafzimmern und acht Bädern ausbreiten kann. Die Bunte will nun herausgefunden haben, wo die Guttenbergs ab September leben werden. In dem Ostküstenstaat Connecticut - nur eine Autostunde von New York entfernt - leben Amerikas Superreiche. Auch Schauspieler Mel Gibson und Sängerin Diana Ross haben Grundstücke in der exklusiven Nachbarschaft.

Außerdem haben die teuren Privatschulen in Connecticut, die bis zu 30.000 Dollar pro Jahr kosten, einen ausgezeichneten Ruf. Die Guttenberg-Töchter Anna und Mathilda hätten ihre neuen Schulen zwar noch nicht gesehen, verriet Stephanie zu Guttenberg, seien aber schon mehr als begeistert: «Die Direktorinnen sind in wunderbar offener Weise auf die Kinder zugegangen. Oder können Sie sich in Deutschland Glitzerpostkarten als Willkommensgruß vorstellen?»

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Video: boi/news.de/youtube

Eine neue Promotion und Gastvorträge für 10.000 Dollar

Und was werden die erwachsenen Guttenbergs in Amerika tun? Stephanie zu Guttenberg will von Amerika aus weiterhin für die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft und für den Verein Innocence in Danger arbeiten. Und ihr Mann? Der könnte laut Frank Höselbarth, Personalberater aus Frankfurt am Main, eine neue Promotion schreiben, «um seine Ehre wiederherzustellen». Höselbart spekulierte weiter in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Bunte: «Vielleicht wird ihm danach eine Honorarprofessur angetragen. Dann könnte Guttenberg sogar als Professor nach Deutschland zurückkehren.»

Oder er könnte, wie schon der ehemalige Außenminister Joschka Fischer, Gastvorträge halten, die in den USA nicht selten mit 10.000 Dollar pro Auftritt vergütet werden. Egal, was Karl-Theodor zu Guttenberg in den USA tun wird, die Zeit im Ausland wird seinem Image gut tun, sagt Professor Herfried Münkler von der Humbold-Universität in Berlin: «Das machen ja alle, um sich zu rehabilitieren. Margot Käßmann hat es ihm vorgemacht. Sie ist als neues Weltwunder und als freischaffende Prophetin zurückgkehrt.»

Das könnte Karl-Theodor zu Guttenberg sogar gelingen.

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car/news.de

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Leserkommentare (5) Jetzt Artikel kommentieren
  • RAGNAROEKR
  • Kommentar 5
  • 26.08.2011 17:46
Antwort auf Kommentar 4

Können Sie Ihre Meinung auch begründen. Was denn bitte ist ein Plagiat? Warum wird denn niemand angeklagt, wenn das Betrug sein soll? Ist das Zitierte wahr? Und steht dann die Wahrheit im Eigentum des Zitierten? Hat der Zitierte die Wahrheit selbst aus sich heraus, also allein gefunden, oder hat er auch abgeschrieben? Klaut der Plagiator dem Autor die Wahrheit, oder nimmt er ihm den Ruhm? Nicht nur behaupten, sondern begründen! Interessant auch, was Staatsanwaltschaften mit der Wissenschaft und der Wahrheit zu tun haben? Wissen Sie da etwas darüber?

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  • mw
  • Kommentar 4
  • 26.08.2011 10:40
Antwort auf Kommentar 2

DAS IST NATÜRLICH VÖLLIGER SCHWACHSINN: NATÜRLICH IST BETRUG - UND UM SOLCHEN HANDELT ES SICH IN DER PLAGIATSAFFÄRE - EINE STRAFTAT (§ 263 ff. BGB)! UND SELBSTVERSTÄNDLICH ERMITTELN VERSCHIEDENE STAATSANWALTSCHAFTEN GEGEN DEN FEINEN HERRN:

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  • Libertad
  • Kommentar 3
  • 25.08.2011 19:52
Antwort auf Kommentar 2

Dein Vergleich hinkt doch. Frau Käßmann gab es zu und bereute. Ein gewisser Guttenberg nicht. Er stritt weiterhin ab. Ausserden spendete er, als er den Dr. Titel erhiellt, dieser UNI eine größere Summe. Frau Käßmann leistete keine Spende an Polizei. Ausserdem kassierte ein Guttenberg, aufgrund seines Dr.Titels, als Verteidigungs-Minister, ein überhöhtes Gehalt. Das ist weiterer Betrug. Soll er in die USA gehen. Hauptsache er vergisst seine Dr.Arbeit nicht. Die Blöd-Zeitung hat ihn lieb.

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