Präsidentenwitwe Betty Ford ist tot

Betty Ford ist tot (Foto)
Betty Ford Bild: dapd

In den von ihr begründeten Kliniken konnten Zehntausende von der Drogensucht geheilt werden, darunter viele Prominente. Nun ist die die Frau des einstigen US-Präsidenten Gerald Ford im Alter von 93 Jahren gestorben.

In dem von ihr mitgegründeten Betty Ford Center sind seit der Gründung mehr als 90.000 Menschen wegen Drogenproblemen behandelt worden, darunter viele Prominente aus Hollywood. Ford habe dazu beigetragen, das gesellschaftliche Stigma rund um die Drogenabhängigkeit zu reduzieren und Tausende Menschen inspiriert, Hilfe zu suchen, sagte US-Präsident Barack Obama in einer Erklärung am Freitag.

Betty Fords Ehemann, der Republikaner Gerald Ford, war im Jahr 1974 dem zurückgetretenen Richard Nixon ins Amt gefolgt, und blieb nur drei Jahre im Weißen Haus, bis er von Jimmy Carter abgelöst wurde. Gerald Ford starb im Dezember 2006, ebenfalls im Alter von 93 Jahren.

An Brustkrebs erkrankt

Während ihrer Zeit als First Lady wurde bei Betty Ford eine Brustkrebserkrankung diagnostiziert. Durch ihren für die 1970er ungewohnt offenen Umgang mit der Krankheit brachte sie viele Amerikanerinnen dazu, sich ebenfalls untersuchen und behandeln zu lassen. Außerdem setzte sie sich für die Abtreibung und die Rechte der Frauen ein.

Comeback-Stars
Den Absprung geschafft

Berühmtheit erlangte sie vor allem durch das Betty Ford Center, in dem sich unter anderem Liz Taylor, Johnny Cash oder zuletzt auch Lindsay Lohan behandeln ließen. Leute, die wieder gesund geworden seien, hätten ihr oft gesagt, sie habe deren Leben gerettet, sagte Ford einmal in einem Interview. «Die sind sich nicht bewusst, dass wir nur die Möglichkeit dafür schaffen, dass sie es selbst machen. Das ist alles.»

Betty Ford
Tod im Alter von 93 Jahren
Video: CNN

pfj/news.de/dapd

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