Erste Auslandsreise Kanada berauscht sich an Kate und William

Gigantisches Interesse: Die ganze Welt verfolgt den ersten Auslandsbesuch von Prinz William und Catherine, 1400 Journalisten begleiten die frisch Vermählten. Doch der Besuch des britischen Thronfolgerpaars ist im Land mit dem Ahornblatt nicht unumstritten.

Kate und William besuchen Kanada (Foto)
Sehnsüchtig erwartet: Kate und William besuchen Kanada. Bild: dpa

Man mag es kaum glauben, aber die drei sind gleichaltrig: Prinz William, seine Frau Catherine und Kanada, das Land, in das sie am Donnerstag reisten - alle sind Jahrgang 1982. Denn erst vor 29 Jahren wurde Kanada formell endgültig unabhängig von Großbritannien.

Dennoch, wenn William einmal König wird, wäre er auch das Staatsoberhaupt des zweitgrößten Landes der Erde. Aber wahrscheinlich liegt es einfach an seinem bescheidenen Auftreten und der lächelnden Kate, dass die Kanadier sie so begeistert begrüßten.

Die erste Auslandsreise des jungen Paares wird von der ganzen Welt verfolgt. Fast 200 Journalisten sind mitgereist, noch einmal 1200 warteten schon in Ottawa auf William und Kate. Das sind deutlich mehr als beim Besuch der Großmutter vor einem Jahr, immerhin das offizielle Staatsoberhaupt des Landes. Aber Elizabeth ist ja auch nicht so frisch und strahlend wie das junge Brautpaar. Wer sich davon noch einmal überzeugen möchte: Die kanadische Post hat zwei Tage vor der Ankunft eine Briefmarke zur königlichen Hochzeit herausgegeben - die dritte.

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Die elf Tage dauernde Reise - die letzten beiden Tage geht es nach Kalifornien - sind vollgepackt mit Terminen. Daher ging es früh los am Donnerstag. Schon um kurz nach sechs Uhr morgens bestieg das Paar die dunkle Maschine der kanadischen Luftwaffe. Kanada ist das einzige Land, das seine königlichen Besucher selbst abholt.

Besuch kostet Kanadier Millionen

Ottawa ist übrigens auch für die Reisekasse verantwortlich. «Es ist absurd, dass der kanadische Steuerzahler Millionen Dollar für diese Reise bezahlt», schimpft deshalb auch Tom Freda von der Organisation «Bürger für eine Republik Kanada». «Sie sind weder Diplomaten noch Staatsleute. Sie sind einfach nur Promis!»

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Video: news.de

Kanada ist eine Monarchie, wenn auch ohne eigenen Monarchen. Williams Großmutter Elizabeth II. ist noch auf einigen Münzen und dem 20-Dollar-Schein, auf vielen Denkmälern und Porträts und nach wie vor das Staatsoberhaut. Doch die meisten Kanadier nehmen das als nette Tradition hin, als Brite fühlt sich praktisch keiner mehr. Schließlich ist das Land schon seit 1867 eine Nation, wenn auch die letzten Abhängigkeiten erst 1982 gekappt wurden.

Kanada empfing die beiden Royals mit strahlendem Sonnenschein. Und Catherine und William hatten sich dafür in dunkle Anzüge geworfen. Kates Kostüm war dabei diplomatisch klug gewählt. Nicht nur, dass der dazugehörige Blazer, so hat das kanadische Fernsehen herausgefunden, von einem Designer aus Toronto ist. Die Herzogin trägt dazu ein Kleid eines französischen Modeschöpfers - Reminiszenz an das zweisprachige Kanada? Jedoch: Als sie aus der Maschine stieg in einem eleganten, aber doch jugendlichen grau-schwarzen Kleid, fehlte der Blazer.

William wird wohl bei seinem Besuch auch Französisch sprechen. Gleich nach der Ankunft wurde er von Außenminister John Baird empfangen, dann eilte er zu Premier Stephen Harper zu einer Kranzniederlegung für gefallene Soldaten. Der nächste Händedruck war für David Johnston bestimmt, der als Generalgouverneur der Stellvertreter von Williams Großmutter ist. Ein paar Mal soll der Prinz auf der Reise sprechen, Catherine wird dagegen offiziell stumm bleiben. William war übrigens als 15-Jähriger zuletzt in Kanada.

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Video: pfj/news.de/Unitec

cvd/news.de/dpa

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