Noah Becker Bitte keine Vergleiche mit Boris Becker!

Vater und Sohn haben erstmals ein gemeinsames Interview gegeben. In der Zeitschrift GQ sprechen Boris und Noah Becker über Familie, Liebe und Stil. Dabei erklärt Noah, warum er nicht mit seinem Papa verglichen werden möchte.

Boris und Noah Becker über die Liebe  (Foto)
Boris und Noah Becker Bild: Simon Emmett für GQ

Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis Noah Becker sein erstes öffentliches Interview geben würde. Im Juli 2010 erschien Boris Becker gemeinsam mit seinem ältesten Sohn bei der Berliner Fashion Week. In schwarzer Lederjacke und großer Sonnenbrille posierte er neben seinem Vater für die Fotografen. Den anwesenden Journalisten war schnell klar: Dieser coole Auftritt von Noah Becker wird sicher nicht der letzte gewesen sein.

In den Jahren zuvor hatte es immer wieder Bilder von Boris Becker und seinen drei Kindern Noah, Elias und Anna gegeben. Allerdings wurden diese nur unter der Kontrolle von Boris Becker an die Medien gegeben. Im Großen und Ganzen wuchsen zumindest seine ältesten Söhne fernab des Medienrummels bei ihrer Mutter in Miami auf. Anders die kleine Anna Ermakova. Annas Mutter, Angela Ermakova, zeigte sie und vor allem sich selbst gern in Gazetten und hielt die Tochter in jede dankbare Fernsehkamera. Dafür musste sie eine Menge Kritik einstecken, auch von Boris Becker. In den vergangenen Jahren ist es daher ein wenig ruhiger um Anna geworden. Zum Glück, möchte man fast sagen.

Boris & Noah Becker: Wenn der Vater mit dem Sohne
zurück Weiter Wenn der Vater mit dem Sohne (Foto) Zur Fotostrecke Foto: Simon Emmett für GQ

Sorge um Noah: Traurige Twitter-Nachrichten

Der mittlerweile 17-jährige Noah Becker hingegen spielt seit der Berliner Fashion Week ein wichtige Rolle in der umfangreichen Becker-Berichterstattung. Aufmerksam verfolgen die Boulevardmedien seine Twitter-Einträge und machen sich auch gleich Sorgen um seinen Gemütszustand, wenn diese mal nicht so positiv ausfallen. Über seine erste große Liebe wurde genauso berichtet wie über seine eigene T-Shirt-Kollektion. Das Interesse an seinem Sohn dürfte wohl auch nicht Boris Becker entgangen sein, der selbst ein sehr gutes Verhältnis zur hiesigen Klatschpresse pflegt, so dass er mit dem ersten Interview seines Sohnes einverstanden war.

In der GQ sprechen Noah und Boris Becker über das enge Verhältnis zueinander: «Er ist für unsere Familie ein Angelpunkt. Für Elias, meine Tochter Anna und für Amadeus ist er der große Bruder, das nächste Bindeglied zu mir.» Allerdings war es auch für Noah Becker nicht immer einfach, der Sohn seines berühmten Vaters zu sein: «Es hat ganz schön lange gedauert, bis ich begriffen habe, dass nicht alle Väter Fotografen und Kamerateams mit sich führen». Mittlerweile hat er sich offensichtlich an die Kameras gewöhnt, wie man auf den schicken GQ-Fotos sehen kann.

Flimmerkiste: Kein Widerspruch: Boris Becker und Schule
Video: news.de

Immer der Vergleich mit dem erfolgreichen Vater

Die Last, die alle Promi-Kinder tragen, mit den erfolgreichen Eltern verglichen zu werden, lastet auch auf Noah Beckers Schultern. Immer wieder wird er auf die sportlichen Erfolge seines Vaters angesprochen und selbstverständlich sind damit auch gewisse Erwartungen verknüpft: «Im vergangenen Sommer war alles manchmal sehr hart. Und alle fragten mich, wann ich endlich Wimbledon gewinne. Ich wurde ständig verglichen und musste sagen: Sorry, that’s not gonna happen! Ich lerne gern von meinen Eltern, sie sind ziemlich gute Vorbilder. Aber ich will nicht ihr Leben noch einmal leben.»

Um sich vom Vater zu emanzipieren, hat Noah Becker eine eigene T-Shirt-Kollektion entworfen: «Mir war klar, ich muss was machen, ich muss mich selbst beweisen. So kam ich auf die Idee mit der T-Shirt-Kollektion. Und fand es ironisch, die auch noch Fancy zu taufen.»

Boris Becker ist stolz auf seinen kreativen Sohn und dessen Ambitionen im Fashion-Business, hatte der sich doch noch vor einigen Jahren überhaupt nicht für Mode interessiert: «Wir hatten auch Meinungsunterschiede wegen Noahs Style. Mit 13 kam er in eine extreme Hip-Hop-Phase, diese weiten Baggy-Jeans fand ich entsetzlich. Irgendwann ist der Groschen gefallen. Da hat Noah begonnen, sich körperbetont zu kleiden. Er muss ja nicht das anziehen, was ich mag. Aber ich war glücklich, dass er seinen Stil verändert hat.»

Die schönsten Bilder vom GQ-Shooting finden Sie in unserer Fotostrecke.

car/news.de

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