Victoria und Daniel Kuscheln gegen die Sex-Affäre

Die schwedische Monarchie steckt tief in der Krise. Victoria und Daniel versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Auf ihrer Deutschlandreise kuschelten sie ihren Kummer einfach weg. Doch Victoria muss aufpassen, dass Daniel nicht irgendwann als ihr Schoßhündchen endet.

Kronprinzessin Victoria und Prinz Daniel (Foto)
Kronprinzessin Victoria und Prinz Daniel zeigten sich in Berlin schwerverliebt. Bild: dpa

«Schau mal, Ursel, die hat auch Dellen am Po», sagt Margit aus Bottrop ganz erstaunt. «Was hast du denn gedacht? Die ist doch eine ganz normale Frau», raunt  Ursula  íhre Kegelschwester an.

Diese ganz normale Frau ist niemand Geringeres als die schwedische Kronprinzessin Victoria, die sich derzeit auf Staatsbesuch in Deutschland befindet. Gerade ist sie mit ihrem Mann Prinz Daniel am Pariser Platz angekommen, die beiden posieren gemeinsam mit Klaus Wowereit für die Kameras vor dem Brandenburger Tor. Victoria zupft an ihrem roten Kleid herum, das wegen des Windes nur schwer zu bändigen ist. Und dabei - zumindest Margit und Ursula zufolge - zeichnen sich ein paar Dellen unter dem Stoff ab.

Die Suche nach dem Babybauch

«Also von einem Bäuchlein ist aber nichts zu sehen», stellt Ursula fest. «Bei dem ganzen Ärger, den sie mit ihrem Vater hat, ist das doch auch kein Wunder», fügt Margit hinzu.

Szenen eines königlichen Staatsbesuches in Berlin. Das erste Mal seit ihrer Hochzeit im Sommer 2010 sind Kronprinzessin Victoria und ihr Mann Daniel in Deutschland zu Besuch - erst zwei Tage München, jetzt zwei Tage Berlin. Es war klar, dass die Presse und die Schaulustigen vor allem auf eines starren würden: ihren Bauch. Doch wie schon in München war auch in Berlin noch nicht einmal eine klitzekleine Wölbung unter ihrem Kleid - daselbe hatte sie übrigens bei ihrer Verlobung 2009 an - zu erahnen. Als ob sie ihren Nicht-Babybauch noch betonen wollte, trug sie auf ihrer Deutschlandreise immer figurbetonte Kleider, meist sogar mit einem Gürtel. Victoria soll aber immerhin keinen Tropfen Alkohol getrunken haben.

Fast zwölf Monate nach ihrer Hochzeit warten die Schweden und alle Royal-Fans weltweit auf die freudige Nachricht, dass die beiden Nachwuchs erwarten. Und das zu einer Zeit, in der das schwedische Königshaus eine positive Schlagzeile so nötig hat wie nie zuvor. Carl Gustafs Sex-Affäre erschüttert das Land, Königin Silvia soll angeblich bereits ihren Ehering abgelegt haben. Victoria lässt sich in Berlin nichts anmerken, wie sehr sie die Affäre um ihren Vater belastet. Victoria beherrscht ihre Rolle als Prinzessin perfekt: Sie lächelt, ist locker, geht auf die Schaulustigen vor dem Brandburger Tor zu. Victoria wird für ihre natürliche Arbeit geliebt, in ihrer Heimat wünscht sich schon längst jeder zweite Schwede, dass sie schon bald ihren Vater auf dem Thron ablöst.

Prinz Daniel wirkt angespannt


Doch die schwedische Monarchie kann Victoria nicht alleine retten, sie braucht dazu die Unterstützung von ihrem Mann. Dass Daniel Victorias große Liebe ist, ist unverkennbar. So oft es geht, halten die beiden in der Öffentlichkeit Händchen, lächeln sich liebevoll an oder sie tätschelt ihm über das Gesicht. Auch in Berlin ergreift Victoria immer wieder Daniels Hand, doch ihr Mann wirkt dabei immer etwas angespannt. Was bei Victoria so natürlich und locker wirkt, wirkt bei ihm unsicher, verkrampft.

Es ist unübersehrbar, dass Prinz Daniel seine Rolle an der Seite der zukünftigen schwedischen Königin noch nicht gefunden hat. Das finden auch Ursula und Margit, die dem Paar am Brandenburger Tod zuwinken. «Der hat es ja auch nicht leicht. Er ist aber auch irgendwie ein langweiliger Typ.»

Prinz Daniel war der Presse und vor allem König Carl Gustaf von Beginn an ein Dorn im Auge - zu gewöhnlich, nicht standesgemäß. Er beherrschte weder höfischen Smalltalk, noch sprach er gutes Englisch. Mittlerweile ist er zwar durch die Prinzenschule gegangen, aber ihm fehlt es immer noch an eigenem Format. Und auf Dauer tut es ihm auch nicht gut, wenn Victoria ihn permanent in der Öffentlichkeit ihre Liebe bekundet. Victoria muss aufpassen, dass Daniel nicht irgendwann nur noch als ihr Schosshündchen wahrgenommen wird.

In Victorias Schatten

Ein Jahr nach der Hochzeit weiß man eigentlich immer noch nicht, wer Prinz Daniel wirklich ist. Sicherlich, er hat es nicht leicht. Er muss immer zwei Schritte hinter seiner Frau gehen, hat keine eigene Aufgabe, außer seine Frau in deren Pflichten zu unterstützen. Können sich Letizia von Spanien und Maxima von den Niederlanden immerhin noch als Stilikonen in Szene setzen, kann Daniel gerade einmal die Farbe seiner Krawatte an die Garderobe seiner Frau anpassen. In Berlin trug er übrigens eine rote Krawatte zu Victorias rotem Kleid.

Doch Daniel kann auch anders: Auf einem Wirtschaftskongress in Göteborg Anfang 2011 hielt er seine erste öffentliche Rede. Dabei hat er eine gute Figur gemacht. Ironisch spielte er sogar auf die Zwänge des schwedischen Königshauses an: «Ich habe neulich einen sehr guten Film gesehen: The Kings Speech. Sie können bestimmt verstehen, dass mich der Film wegen seines Themas besonders interessiert hat.»

Bei der Nordischen Ski-WM in Oslo diesen Jahres sorgte Daniel sogar für einen kleinen Skandal: Er zeigte der Norwegischen Kronprinzessin Mette Marit den Stinkefinger - aus Freude über den Vorsprung der schwedischen Langläufer im Staffel-Wettbewerb. Daniel scheint lockerer zu sein als man denkt.

Victoria und Daniel sind ein schönes Paar, haben Berlin verzaubert und die negativen Schlagzeilen weggekuschelt. Und auch wenn Daniel zwar noch nicht seinen Platz im Königshaus gefunden hat, sympathischer als sein skandalträchtiger Schwiegervater, der immerhin der König von Schweden ist, ist er längst. Wenn er jetzt noch etwas lockerer wird, steht der Rettung der schwedischen Monarchie nichts mehr im Wege.

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car/news.de

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