Jan Josef Liefers Auf allen Vieren ins Hotelzimmer

Liefers und Loos (Foto)
Ein Paar der Lebensfreude: Anna Loos und Jan Josef Liefers. Außerdem sind sie Champagner-Fans. Bild: news.de

Von news.de-Redakteurin Ines Weißbach, Hamburg
Er kann, was nur ganz Wenige können, und zwar Lebensfreude ausstrahlen. Das meint zumindest Helmut Thoma. Der Ex-RTL-Chef hält die Laudatio auf Jan Josef Liefers. Der bekommt den Champagne-Preis für Lebensfreude und will gleich noch ins Guinnessbuch.

Silvester 1999/2000 haben sie ihn wahrscheinlich aufgestellt - den Weltrekord im Champagner trinken. Sie, das sind Jan Josef Liefers und seine damalige Freundin Anna Loos. Zehn Flaschen in einer Nacht müssen es gewesen sein. Weil sie so verliebt waren, erzählt Jan Josef Liefers. Rekordverdächtig, meint er. «Champagner spielt im Leben meiner Frau und mir eine heikle Rolle», sagt der Preisträger. Anna Loos, Liefers Ehefrau seit 2004, sitzt in der ersten Reihe als er in Hamburg den Champagne-Preis für Lebensfreude verliehen bekommt.

Der Preis, gestiftet von der Vereinigung der Champagnehäuser und Champagnewinzer, heißt nicht nur so, sondern beinhaltet auch viel Alkohol. Als Pokal bekommt er eine Magnumflasche. Die Jury, die den Preis vergibt, besteht unter anderem aus Hellmuth Karasek, Bild-Chefredakteur Kai Diekmann, Ex-RTL-Chef Helmut Thoma. Der hält auch die Laudatio auf Liefers, weil Karasek aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein kann. «Herr Liefers, Sie sind ein Universalgenie», holt Thoma das Totschlagargument für jede Preisverleihung hervor.

Champagne-Preisverleihung
Jan Josef Liefers versprüht Lebensfreude
Jan Josef Liefers (Foto) Zur Fotostrecke

Als Gerichtsmediziner im Tatort mache er «direkt Appetit» auf den Beruf. Und sein Film Knocking On Heaven's Door sei die einzige RTL-Coproduktion gewesen, «bei der wir auch das Geld wiederbekommen haben». Jan Josef Liefers könne etwas, das laut Helmut Thoma nur ganz Wenige können – und zwar Lebensfreude ausstrahlen. Selbst in seiner Werbung für einen Schokoladenhersteller käme das leise Zwinkern hervor.

Ein gutes Ende des Tages

So endete der Tag mit der Preisverleihung für Jan Josef Liefers besser als er angefangen hatte. «Ich bin heute morgen vor eine Glastür gerannt», sagt der Schauspieler. Außerdem sei sein Auto zugeparkt gewesen und er musste dringend zur Probe, und da war ja auch noch der Strafzettel. «Ich wollte immer der sein, der Menschen Freude schenkt, das war mein Motor», sagt Liefers. Obwohl er gemerkt habe, dass damit in Deutschland «kein Blumentopf» zu gewinnen sei. Seriös sein, werde hier ganz groß geschrieben. «Inzwischen habe ich gelernt, dass der Spaß eine sehr ernste Sache ist.»

Zwei weitere Träger des Champagne-Preises für Lebensfreude sind auch da. Katja Kessler, Autorin und Ehefrau des Jurymitglieds Diekmann, bekam den Preis im Jahr 2001 für ihre Bild-Kolumne. Im Hamburger Nobelhotel Louis C. Jacob, in dem der Empfang stattfindet, fotografiert sie mit ihrem strassbesetzten Handy die blitzende Fotografenmeute. Auch Max Raabe ist da, den Jan Josef Liefers nun beerbt. Er wurde 2009 ausgezeichnet für die heiter-melancholische Leichtigkeit seiner Lieder. Für ihn bedeutet Lebensfreude schon, wenn er morgens ausschlafen kann. Und Liefers sei sein würdiger Nachfolger. «Es gibt keinen besseren», sagt er im Gespräch mit news.de.

Liefers freut sich neben dem Preis auch über den vielen Champagner. «Es war sehr schlau, die Preisverleihung so zu legen, dass ich noch stehen kann. Ich habe vor, heute auf allen Vieren in mein Zimmer zu kriechen.»

cvd/news.de

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