Emma Watson So jung, so weise

Am Donnerstag wird Emma Watson, die mit den Harry Potter-Verfilmungen zum Star wurde, 20 Jahre alt. Ihre charmante, fast schon abgeklärte Art und ihr Modebewußtsein haben die Schauspielerin zur beliebtesten der drei Zauberschüler werden lassen.

Emma Watson (Foto)
Schlaues Köpfchen: Emma Watson. Bild: dpa

«Leute, reden wir doch mal Klartext: Ich habe so viel verdient, dass ich mein Lebtag nicht mehr arbeiten muss», meinte Miss Watson kess bei einer Harry Potter-Premiere. Ob Emma Watson, die am 15. April 20 Jahre alt wird, dies sagte, um ihre Gage in die Höhe zu treiben, oder ob sie tatsächlich über die Beendigung ihrer Schauspielerkarriere nachdenkt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist Emma Watson ein schlaues Köpfchen und ähnelt nicht nur mit diesem coolen Statement der neunmalklugen Hermine Granger.

Zweimal muss Emma Watson noch ran, um in der zweiteiligen Verfilmung des siebten und letzten Harry Potter-Bandes (die Filme werden im November 2010 und im Juli 2011 anlaufen) die Busenfreundin von Zauberlehrling Harry Potter zu spielen. Danach kann sie endlich wieder ihren Hockey-Sport betreiben, der ihr aus Verletzungsgründen während der Drehzeit verboten wurde.

Längst aber hat Emma ihre Co-Stars Daniel Radcliffe (Harry Potter) und Rupert Grint (Ron Weasley) an Popularität überflügelt. Laut einer Magazin-Umfrage ist Emma Watson inzwischen nicht nur ein Teenager-Idol, sondern «Englands Botschafterin Nr. 1» und das beste weibliche Vorbild.

Populärer als Daniel Radcliffe

Emma Watson, Spross einer französischen Anwältin und eines britischen Anwalts, verbrachte ihre fünf ersten Lebensjahre in Paris und zog dann mit ihrer geschiedenen Mutter und ihrem Bruder Alex nach Oxford. Sie ist eine selbstbewusste höhere Tochter, die angeblich schon als Kleinkind wusste, dass sie einmal Schauspielerin werden wollte. Wie so viele unternahm sie ihre ersten Karriereschritte beim Schultheater und wurde mit zehn Jahren von ihrem Lehrer zum Harry Potter-Casting geschickt, wo sie sich gegen 4000 Mitbewerberinnen durchsetzte. Seit 2000 gehört sie zum Potter-Team, das unter einem riesigen Zeitdruck steht.

Joanne Rowlings Bestseller-Serie wird wie am Fließband verfilmt, obwohl sich das anvisierte Tempo von einem Film pro Jahr nicht durchhalten ließ. Umso erstaunlicher deshalb, wie die zielstrebige Emma, die mittlerweile geschätzte 12 Millionen Euro auf dem Konto hat, nebenbei ein Abitur mit Bestnoten baute und ein Studium an einer amerikanischen Elite-Uni begann. Doch schon von Anfang an ließ der Kinderstar mit abgeklärten Bemerkungen aufhorchen. Seitdem konnte man der verwuschelten Göre bei ihrer Metamorphose zum smarten Teenager und schließlich zu einer eleganten jungen Frau zusehen, deren kluge Worte von ihren Geschlechtsgenossinnen wie Manna aufgenommen werden.

Eleganter Bücherwurm

Auf die Frage, was sie mit Hermine verbinde, antwortete sie etwa: «Wir sind beide eine Art Feministin. Sie ist sehr störrisch, das bin ich auch. Ich bin wie sie sehr zielorientiert und loyal. Und unter der Oberfläche bin ich auch so ein bisschen der verschrobene Bücherwurm, über den sich die anderen lustig machen. Ich liebe die Schule, und ich lerne gern. Hört sich nach Streberin an - oder?»

Populär wurde Watson aber besonders durch ihr Stilbewusstsein. Wenn Emma ein Fotoshooting für ein glamouröses Magazin machte, bestand sie schon früh darauf, ihre eigenen Kleider auswählen zu dürfen und nicht «diese schrecklich hohen Schuhe tragen» zu müssen.

Inzwischen ist das kluge Kind Model für die Nobelmarke Burberry, modelt aber auch für ein Öko-Label. Noch mehr Vorbildliches gefällig? Sie raucht nicht, trinkt nicht, und zum Thema Jungs meint sie weise: «Als Mädchen in meinem Alter ist es sowieso schwierig mit den Jungs. Und ich bin eben noch vorsichtiger, als ich es sowieso schon wäre.» Und ihre Zukunft? «Ich kann nicht gleichzeitig studieren und schauspielern. Aber das heißt nicht, dass ich nie wieder vor einer Kamera stehen werde.» Gewitzt schiebt sie eine weitere Prognose nach: «Ich hatte noch nicht die Zeit, ein rebellischer Teenager zu sein. Ich bin mir fast sicher, dass ich so richtig durchdrehe, wenn ich mal die 30 erreiche.»

nak/voc/ivb/news.de/ap

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