Urteilsspruch Britney Spears bleibt Gefängnis erspart

Britney Spears (Foto)
10:2 für Britney! Bild: dpa

Sie ging auf volles Risiko und gewann: Der Prozess wegen Fahrens ohne Führerschein ist geplatzt. Britney Spears muss nun weder ins Gefängnis noch einen Cent Bußgeld zahlen.

Die Jury konnte sich nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen, berichtete die Los Angeles Times. Zehn Geschworene stimmten für einen Freispruch, zwei befanden die Sängerin für schuldig. Für eine Verurteilung war aber ein einstimmiges Urteil notwendig. Im Falle eines Schuldspruchs drohten der zweifachen Mutter bis zu sechs Monate Gefängnis und eine Geldstrafe.

«Dies fühlt sich wie ein Sieg an», sagte Spears' Anwalt Michael Flanagan dem Sender E!News, nachdem der Richter ein Fehlverfahren und damit das Ende des Prozesses erklärt hatte. Die Anklage gab wenig später bekannt, dass sie kein neues Verfahren anstreben werde. Damit ist Spears die Vorwürfe nun gänzlich los. Die Sängerin war selbst nicht vor Gericht erschienen.

Der Streit dreht sich im wesentlichen um die Frage, ob Spears in Kalifornien wohnt und daher im Besitz eines kalifornischen Führerscheins sein muss. Sie konnte im vergangenen Jahr nach einem Auffahrunfall diese Papiere nicht vorweisen.

In der vergangenen Woche hatte ihr Vater Jamie Spears (56) ausgesagt, seine Tochter sei in Louisiana zuhause und wolle dorthin zurückkehren, sobald der Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann Kevin Federline um die beiden gemeinsamen Kinder geregelt sei. Derzeit hat Federline das alleinige Sorgerecht, Spears darf die Jungen drei Tage pro Woche sehen. Die Anklage hielt Spears dagegen vor, seit 2006 in Kalifornien zu leben. Sie habe dort geheiratet, ihre Kinder zu Welt gebracht und sich dort auch scheiden lassen.

Mit einem Schuldeingeständnis hätte Spears den Prozess gänzlich umgehen können. Im Gegenzug hätte der Richter ihr eine geringe Geld- und Bewährungsstrafe aufgebrummt. Ihr Vergehen wäre dann aber auch im Strafregister vermerkt gewesen. Spears' Anwalt setzte alle Karten auf einen Prozess, in der Hoffnung, den Namen seiner Mandantin mit einem Freispruch zu klären.

Die Sängerin, die seit langem mit privaten und psychischen Problemen kämpft, war schon mehrfach wegen Verkehrsdelikten aufgefallen. In den vergangenen Wochen feierte sie seit Jahren mal wieder einen beruflichen Erfolg: Ihre neue Single Womanizer eroberte die Spitze der US-Charts - ihr erster Nummer-Eins-Hit seit dem Song Baby One More Time von 1999.

nak

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