02.10.2019, 15.07 Uhr

Klimapaket für Deutschland: Mindestpreise für Flugreisen? So teuer wird Fliegen

Nachdem die GroKo das Klimapaket beschlossen hat überlegen alle, welche Konsequenzen es haben wird. Besonders Verbraucher sind besorgt, dass sie beim Heizen, Urlaub und Autofahren Abstriche machen müssen. Hier erfahren Sie, welche Folgen das Klimapaket für Sie haben kann.

Das Klimapaket könnte ein Verbot von Billig-Flügen bringen. Bild: adobestock/Riko Best

Mit dem kürzlich beschlossenen Klimapaket versucht die "Große Koalition" aus CDU/CSU und SPD, schnell den immer bedrohlicher werdenden Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken. Doch was bedeutet das für die Verbraucher? Besonders in den Bereichen Reisen, Heizen und Autofahren kann es deswegen zu Veränderungen kommen.

Ein staatlicher Mindestpreis für Flüge ist beim Klimapaket nicht ausgeschlossen

Das Klimapaket bedeutet wohl das Aus für Billig-Flüge. Mit dem neuen Gesetzespaket wäre es illegal die Tickets unter dem Preis zu verkaufen, den Abgaben, Zuschläge, Entgelte, Gebühren und Steuern kosten. Für Flugreisende könnte das heißen, dass zum Beispiel die Anreise auf ein Konzert in London oder der Kurzurlaub in Miami auch im Sonderangebot nicht mehr so erschwinglich sein werden, wie bisher.

Wie stark deswegen die Zahl der Flugreisenden abnehmen wird und welche Folgen das für die Airlines haben wird, ist noch nicht absehbar. Aber auch an anderen Stellen könnte den Verbrauchern tiefer in die Tasche gegriffen werden als bisher. Im Gegenzug sollen Zugreisen billiger werden, so soll der Steuersatz auf Tickets gesenkt werden.

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Bauen und Heizen: Was auf Mieter und Hausbesitzer durch das Klimapaket zukommen kann

Wer sich in den letzten Jahren für eine Ölheizung entschieden hat, wird sich über die Entscheidungen der GroKo besonders ärgern. Denn ab 2026 wird der Einbau solcher Heizungen verboten. Aber auch Mieter können betroffen sein, wenn die Vermietung die Kosten für die klimagerechte Modernisierung der Heizung und der Fenster auf die Bewohner umlegt.

Schwer wird es dann auch für Menschen, die keinen Zugang zu einer zentralen Heizversorgung haben, wenn sie zum Beispiel abgelegen auf dem Land wohnen und auf die Ölheizung angewiesen sind. Eine sogenannte Energieberatung soll dann den Bürgern zur Seite stehen, um bei Fragen der Dämmung und Heizung zu beraten. Bei Verkäufen sollen sie sogar Pflicht werden.

Änderungen bei Autos privat und im Gewerbe

Im Straßenverkehr soll das Klimapaket zu einer elektronischen Wende führen. So soll zum Einen die Zulassung und Unterstützung von Elektroautos vorangetrieben werden. Zum Anderen soll es finanzielle Anreize geben auf ein Auto mit Elektroantrieb umzusteigen. So soll die Kfz-Steuer sich in Zukunft stärker am CO2-Ausstoß des Fahrzeugs orientieren. Wer mehr als 95 Gramm pro Kilometer ausstößt wird einen deutlichen Anstieg der Steuerlast zu spüren bekommen.

Die Anschaffung von neuen E-Autos will die Regierung mit Prämien fördern. Dabei seien laut "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" für Elektroautos 4.000 Euro im Gespräch und für hybride Autos 3.000 Euro. Wenn ein Unternehmer ein elektrisches Dienstauto anschafft, kann er ebenfalls eine Steuerermäßigung erwirken. Das gilt aber nur für Fahrzeuge unter einem Wert von 40.000 Euro.

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luj/hos/news.de

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