23.09.2019, 08.36 Uhr

Vor 2 Tagen beschlossen sie das Klimapaket: Bei Merkel rausgeflogen! AKK düst in fast leerem Flugzeug in die USA

Zwei Tage nach der Verabschiedung des Klimapakets der großen Koalition fliegen Kanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer fast zeitgleich in zwei Maschinen der Luftwaffe an die US-Ostküste. Warum?

Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer teilen sich kein Flugzeug. Bild: dpa

Wenige Tage nach der Verabschiedung des Klimapakets fliegen vier Mitglieder der Bundesregierung in drei Flugzeugen der Luftwaffe an die US-Ostküste - dabei ist Fliegen besonders klimaschädlich. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wollte am Sonntag zusammen mit Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zum UN-Klimagipfel in New York am Montag reisen. Sie nimmt anschließend an der UN-Generalversammlung teil. Ebenfalls am Sonntagnachmittag sollte eine kleinere Maschine mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihrer Delegation Richtung Washington abheben. Die CDU-Chefin trifft erstmals ihren US-Ministerkollegen Mark Esper.

Zwei Tage später bringt die Flugbereitschaft dann auch noch Außenminister Heiko Maas (SPD) nach New York, was schon länger geplant ist. Er nimmt von Dienstag bis Freitag an der UN-Generalversammlung teil und löst dort sozusagen die Kanzlerin ab.Zusätzlich flog auch Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) nach New York, nach Auskunft ihres Ministeriums aber wegen früherer Termine bereits vor ihren Kabinettskollegen - mit einer Linienmaschine

Warum flogen AKK und Merkel nicht zusammen in die USA?

Ursprünglich hatte Kramp-Karrenbauer mit ihrer Delegation in der Kanzler-Maschine mitfliegen sollen. Der Airbus A340 sollte erst in New York zwischenlanden und dann weiter nach Washington fliegen. Da Kramp-Karrenbauer bereits am Montagabend nach Deutschland zurückfliegt, wollte sie zurück eine normale Linienmaschine nehmen. Die Flugtickets waren bereits bestellt.

Doch dann soll nach Informationen der "Bild am Sonntag" das Kanzleramt dem Verteidigungsministerium signalisiert haben, dass ein Mitflug von Kramp-Karrenbauers Delegation nicht gewünscht sei und die Anreise eigenständig erfolgen solle. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte der Zeitung: "Im Zuge der Planungen dieser Reise haben wir uns bemüht, den Einsatz der Flugzeuge zu optimieren." Flugplanung und Flugzeugmuster richteten sich nach dem Zielflughafen, der Flugstrecke, der Delegationsgröße und den terminlichen Verpflichtungen der Regierungsmitglieder. Eine Regierungssprecherin erklärte am Sonntag auf Anfrage: "Unterschiedliche Delegationsreisen werden unabhängig geplant."

Sollte AKK ihre Delegation zusammenstreichen?

Nach dpa-Informationen hatte es aus dem Kanzleramt die Auflage gegeben, die ohnehin kleine Delegation Kramp-Karrenbauers für den Antrittsbesuch in den USA deutlich zusammenzustreichen. Deshalb wurde noch einmal neu geplant. Nach "Bild"-Bericht starteten Merkel und AKK schließlich im Abstand von knapp 30 Minuten ab Berlin in Richtung USA. Wie das Blatt schreibt, sollKramp-Karrenbauer schließlich mit "sechs Mitarbeitern, zwei Sprechern, einer Dolmetscherin und drei Journalisten in einem nahezu leeren Truppentransporter".

Übrigens: Auf dem Merkel-Hinflug war Entwicklungsminister Gerd Müller zu Gast an Bord, auf dem Rückweg soll Gesundheitsminister Jens Spahn samt Team dabei sein.

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rut/news.de/dpa

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