17.09.2019, 09.41 Uhr

Brutale Attacke in Chemnitz: Neonazi prügelt Flüchtling aus Rollstuhl

Brutale Attacke in Chemnitz: Ein 31-jähriger Rollstuhlfahrer aus Libyen ist offenbar Opfer einer rechtsradikalen Attacke geworden. Nach ersten Informationen wurde der hilflose Mann geschlagen und rassistisch beleidigt.

In Spanien soll eine Frau ihren Ehemann geköpft haben. Bild: dpa

Ein 31-jähriger Rollstuhlfahrer aus Libyen ist in Chemnitz von einem mutmaßlichen Rechtsradikalen geschlagen und rassistisch beleidigt worden. Der 22-jährige Tatverdächtige hat den Mann nach ersten Ermittlungen in der Nacht zum Sonntag aus dem Rollstuhl gestoßen und attackiert, wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte. Der genaue Tathergang werde aber noch ermittelt. Zunächst hatte die "Bild"-Zeitung am Montag berichtet.

Mutmaßlicher Neonazi attackiert Flüchtling in Rollstuhl

Der Tatverdächtige, der nahe dem Tatort gestellt wurde, ist der Polizei wegen rechtsmotivierten Straftaten und Körperverletzungsdelikten bekannt. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

Rollstuhlfahrer erleidet leichte Verletzungen

Der Rollstuhlfahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Eine 29-jährige hatte die Auseinandersetzung gehört und die Polizei gerufen. Das Dezernat Staatsschutz der Chemnitzer Polizei führt die Ermittlungen in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

Mann prügelt in Chemnitz auf wehrlosen Flüchtling ein

Der "Bild"-Zeitung sagte das Opfer, mehrere Männer seien auf ihn zugekommen und hätten ihn als "Scheiß-Araber" beschimpft. Kurz darauf habe einer ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen. "Immer wieder, bis ich aus dem Rollstuhl fiel", sagte der Libyer. "Als ich am Boden lag, hat er weiter mit den Füßen auf mich eingetreten."

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sba/news.de/dpa

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