26.08.2019, 13.56 Uhr

Donald Trump: Fake News? US-Präsident will Hurrikan mit Atombombe stoppen

Mit einem wahnwitzigen Vorschlag sorgt Donald Trump dieser Tage für Aufsehen. Der US-Präsident soll vorgeschlagen haben, Hurrikane mit Atombomben zu zerschlagen, noch ehe sie auf die Küste der USA treffen. Kann DAS ernst gemeint sein?

Donald Trump hat eine irre Idee. Bild: dpa

Bei diesem Gespräch wären wir zu gern dabei gewesen. Laut eines Berichtes der britischen "Daily Mail" soll sich US-Präsident Donald Trump beim Heimatschutz und der nationalen Sicherheit erkundigt haben, ob man Wirbelstürme nicht mit Atombomben bewerfen könnte, um zu verhindern, dass diese die US-Küste erreichen.

Donald Trump will Hurrikane mit Atombomben zerstören

Die bei der bizarren Besprechung Anwesenden sollen Donald Trump nur ausweichend mit "Wir werden diese Option prüfen" geantwortet haben. Der US-Präsident soll sich außerdem erkundigt haben, wie viele Hurrikane die USA noch verkraften könnten, bis man etwas unternehme, woraufhin er seine Idee, eine nukleare Bombe ins Auge des Wirbelsturms zu werfen, wiederholte.

Trump-Team schockiert von Atombomben-Vorschlag

Einem Insider zufolge seien alle Anwesenden absolut schockiert ob des Vorschlags gewesen. Am Ende habe man sich gedacht "Was zum Teufel? Was machen wir damit?". Trump selbst soll von seiner Idee einer Hurrikan-Bombe mehr als begeistert gewesen sein. Umgesetzt wurde der Plan allerdings bisher noch nicht.

Regierung von Donald Trump schweigt

Trumps Regierung hüllte sich auf Nachfrage in Schweigen und gab an, zu Gesprächen zwischen dem US-Präsidenten und seinem nationalen Sicherheitsteam keine Auskunft geben können. Die nationale Verwaltung für Ozeane und Atmosphäre (NOAA) erklärte allerdings, dass es keine gute Idee sei, Atombomben auf Wirbelstürme abzuwerfen, da "dies möglicherweise nicht einmal den Sturm verändert".

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Hinzu kommt,dass der freigesetzte radioaktive Niederschlag sich laut NOAA relativ schnell mit den Passatwinden fortbewegt und Landflächen beeinträchtigt und verheerende Umweltprobleme verursacht.

Atombomben ins Auge des Hurrikans? - Trump spricht von "Fake News"

US-Präsident Donald Trump hat einen Medienbericht zurückgewiesen, er habe vorgeschlagen, Hurrikans über dem Atlantik mit Atombomben zu stoppen. "Ich habe das nie gesagt. Einmal mehr FAKE NEWS!", schrieb Trump am Montag auf Twitter.

Die US-Nachrichtenwebseite Axios hatte zuvor unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Teilnehmer eines Hurrikan-Briefings im Weißen Haus berichtet, Trump habe während dieses Treffens gesagt: "Ich hab's, ich hab's. Warum werfen wir keine Atombombe hinein?" Denn die Wirbelstürme bildeten sich vor der Küste Afrikas und bewegten sich dann über den Atlantik. "Wir werfen eine Bombe ins Auge des Hurrikans und unterbrechen ihn. Warum können wir das nicht tun?", wurden Trumps Worte wiedergegeben. Wann genau dieses Briefing stattgefunden hat, geht aus dem Bericht nicht hervor.

In einem Gespräch mit einem Regierungsbeamten soll Trump erneut vorgeschlagen haben, Wirbelstürme zu bombardieren, aber ohne das Wort "nuklear" zu gebrauchen. Dies soll in einem Memorandum des Nationalen Sicherheitsrats aus dem Jahr 2017 festgehalten worden sein.

Trump machte die Bemerkungen dem Bericht zufolge in der Zeit zwischen seinem Amtsantritt am 20. Januar 2017 und dem Antritt von John Bolton als Nationaler Sicherheitsberater am 9. April 2018. Die Hurrikansaison im Atlantik dauert von Anfang Juni bis Ende November.

Die Idee, einen Hurrikan mit einer Atombombe zu zerstören, ist nicht neu. Sie geht dem Bericht zufolge auf die Amtszeit von Präsident Dwight D. Eisenhower (1953-1961) zurück. Obwohl Wissenschaftler von ihr überhaupt nichts halten, ist die Idee nicht totzukriegen. Die Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde der USA versucht, mit solchen Mythen aufzuräumen: "Abgesehen von der Tatsache, dass dies den Sturm wohl nicht einmal beeinflussen würde, vernachlässigt dieser Ansatz, dass sich der freigesetzte radioaktive Fallout sehr schnell mit den Passatwinden fortbewegen und an Land verheerende Umweltprobleme schaffen würde", schreiben die Wissenschaftler.

fka/loc/news.de/dpa

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