02.07.2019, 11.31 Uhr

Aerzen in Niedersachsen: Nach tödlichem Hubschrauber-Absturz: Maschinen bleiben am Boden

Wieder ein Unfall mit einer Maschine der Bundeswehr: Nach der Kollision von zwei Eurofightern trifft es nun die Besatzung eines Hubschraubers. Die Maschine stürzt in ein Getreidefeld in Niedersachsen. Die Ursache ist weiter unklar.

Schon wieder ein Unfall mit einer Maschine der Bundeswehr. Bild: dpa

Eine Woche nach dem tödlichen Eurofighter-Unglück ist ein Helikopter der Bundeswehr in Niedersachsen mit zwei Menschen an Bord abgestürzt. Dabei sei ein Besatzungsmitglied ums Leben gekommen, ein zweiter Mensch liege verletzt im Krankenhaus, sagte ein Bundeswehrsprecher. Der Schulungshubschrauber vom Typ Eurocopter EC 135 sei gegen 14.00 Uhr bei Dehmkerbrock, rund 30 Kilometer westlich von Hameln, verunglückt. Die Maschine des Deutschen Heeres gehöre zum Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg.

Bundeswehr-Hubschrauber stürzt ab - Gebiet um Absturzstelle in Aerzen gesperrt

In Folge des Absturzes habe zunächst ein Getreidefeld gebrannt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Flammen wurden gelöscht. "Ein militärischer Sicherheitsbereich ist eingerichtet", teilte die Bundeswehr mit. Der Absturzort liegt nach Angaben von Anwohnern an einer viel beflogenen Übungsstrecke. Beim Modell EC 135 handelt es sich um einen leichten, zweimotorigen Mehrzweckhubschrauber, wie er vor allem für Luftrettung und Überwachungsaufgaben eingesetzt wird.

Auch am Tag nach dem Absturzdes Bundeswehr-Hubschraubers bleiben die übrigen Maschinen im Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum Bückeburg vorerst im Hangar. "Der Flugbetrieb ruht heute", sagte ein Bundeswehrsprecher am Dienstag. Zunächst sollten die Ermittlungen zur Absturz-Ursache abgewartet werden.

Eurofighter stoßen über Nossentiner Hütte zusammen

Erst in der vergangenen Woche waren zwei Eurofighter der Bundeswehr bei Luftkampfübungen zusammengestoßen und nahe der Ortschaft Nossentiner Hütte (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) abgestürzt. Ein Ausbilder-Pilot hatte sich mit dem Schleudersitz gerettet und den Unfall verletzt überlebt. Der Pilot der zweiten Unglücksmaschine starb. Die dritte Maschine blieb unversehrt und kehrte nach Laage zurück. Am Boden wurde durch die abstürzenden Maschinen niemand verletzt, allerdings wurden Wrackteile auf einem Sportplatz, einem Feld und nahe einem Kindergarten in Nossentiner Hütte gefunden. Die Bergung der Flugzeugwracks und die Suche nach der Ursache dauern an.

Am Montagmorgen hoben zwei Eurofighter-Maschinen in Laage bei Rostock wieder zu Übungsflügen ab, wie ein Sprecher des Geschwaders 73 "Steinhoff" sagte. Täglich soll es wieder zwei Starts geben, wie vor dem Absturz auch.

rut/news.de/dpa

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