28.05.2019, 17.44 Uhr

Schwedische Jugendpartei mit bizarrer Forderung: Sind Inzest und Sex mit Leichen in Schweden bald legal?

Die Jugendpartei der schwedischen Liberalen fordert die Legalisierung von Inzest und Nekrophilie. Letzterem solle vor dem Tod schriftlich zugestimmt werden können. Denn "jeder sollte selbst entscheiden dürfen, was mit seinem Körper nach dem Tod passiert."

Die Jugendpartei der schwedischen Liberalen fordert die Legalisierung von Inzest und Nekrophilie. Bild: LineSkaugrudLandevik/dpa

Der Jugendflügel der schwedischen liberalen Volkspartei (LUF) fordert die Legalisierung von Inzest und Nekrophilie und begründet ihre Forderung mit der Aussage: "Die Gesetzgebung kann nicht auf Ekel basieren".

Bizarre Forderung in Schweden: Sex zwischen Geschwistern ab 15 Jahren soll legal sein

Also Sex mit Leichen und Geschwistern sollte schon drin sein, zumal Verbote niemandem nützen würden. Ginge es tatsächlich nach dem Vorschlag der Jugendpartei, so solle Sex zwischen Geschwistern, die das 15. Lebensjahr vollendet haben, erlaubt werden. Außerdem sollen Menschen ihre Körper für Sex nach dem Ableben schon zu Lebzeiten testamentarisch freigeben können.

Inzest und Ne­k­ro­phi­lie bald legal in Schweden?

Die Legalisierung von Inzest und Ne­k­ro­phi­lie käme einem Fortschritt für Schweden gleich - so sieht es zumindest Cecilia Johnsson, die Vorsitzende der Liberalen Jugend. "Ich verstehe, dass es als ungewöhnlich und widerlich angesehen wird, aber die Gesetzgebung kann nicht auf Ekel basieren", zitiert der "stern" die Nachwuchspolitikerin aus dem schwedischen "Aftonbladet". "Wir sind eine Jugendorganisation und wir müssen einen Schritt weiter denken", zeigte sich Johnsson überzeugt.

"Jeder sollte entscheiden dürfen, was mit seinem Körper passiert"

Der aktuellen schwedischen Gesetzgebung zufolge sei Inzest verboten - doch der Auffassung der Liberalen Jugend zufolge sei dies nicht etwa festgeschrieben, um die Bürger zu schützen, sondern sei "ausschließlich moralisch motiviert". Einer Legalisierung von Sex mit Leichen stünde den Jugendpolitikern zufolge ebenfalls nichts im Weg, denn "jeder sollte selbst entscheiden dürfen, was mit seinem Körper nach dem Tod passiert", so Cecilia Johnsson. Demnach mache es für die Politikerin keinen Unterschied, "ob man seinen Leichnam einem Museum oder der Wissenschaft zur Verfügung stellt, oder jemandem für Geschlechtsverkehr überlässt", so die Schwedin im "Aftonbladet".

Liberale Mutterpartei:"Inzest ist und sollte illegal sein"

Der Sprecher der liberalen Volkspartei in Schweden, machte jedoch sehr deutlich, dass diese Forderung in der Mutterpartei ausnahmslos auf Ablehnung trifft.Adam Alfredsson sagte dazu: "Inzest ist und sollte illegal sein". Auch zum Umgang mit Nekrophilie findet Alfredsson klare Worte: "Wir denken, es wird auch weiterhin illegal sein, einen toten Körper auf eine sexuelle Art und Weise zu benutzen."

Deutscher Ethikrat für Inzest

Zumindest die Forderung nach der Legalisierung von Inzest ist in Europa jetzt nicht zum ersten Mal vorgekommen. Der Deutsche Ethikrat sprach sich bereits 2014 dafür aus, die Kriminalisierung von Geschlechtsverkehr unter Verwandten abzuschaffen.

Lesen Sie auch: Diese Inzest-Skandale schocken die Welt

kjf/loc/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser