22.05.2019, 15.31 Uhr

Aktuelle Studie: Renten-Wahnsinn! Darum haben junge Leute schlechte Karten

Laut einer aktuellen Studie müssen junge Leute immer mehr sparen, um später mit ihrer Rente zurecht zukommen. Wie hoch die Lücke später ist, richtet sich nach dem Geburtsjahr. Doch warum ist das so?

Junge Leute müssen immer mehr sparen, um im Alter mit ihrer Rente zurecht zu kommen. Bild: StephanScheuer/dpa

Um im Alter die Rente so aufzustocken, damit es zum Leben mehr oder weniger reicht, müssen jüngere Generationen immer mehr sparen. Dies belegt nun eine Studie des Forschungsinstituts Progno im der Versicherungswirtschaft GDV.

Versorgungslücke durch zu niedriges Rentenniveau

Daraus geht hervor, das im Jahr 1960 Geborene rund 2,1 Prozent ihres Erwerbseinkommens sparen müssen, um die Versorgungslücke im Alter zu schließen, währenddessen es schon knapp 4,4 Prozent sind für jeden der 1975-Geborenen ist. Diese Versorgungslücke entsteht durch die Absenkung des gesetzlichen Rentenniveaus.

Jetzt jung, später arm

Der höhere Sparbedarf resultiert demnach aus dem sinkenden Rentenniveau und der steigenden Lebenserwartung. Darüber hinaus leiden jüngere Jahrgänge unter den dramatisch gesunkenen Zinsen.

Riester-Rente seit 2002 unverändert

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) fordert deshalb eine stärkere staatliche Förderung für die private Absicherung. GDV-Präsident Wolfgang Weiler bemängelte, der förderfähige Höchstbetrag bei der Riester-Rente sei seit 2002 unverändert. Mit der Riester-Rente wurde 2002 beschlossen, dass Rentenniveau (das Verhältnis von Durchschnittsrente zum Durchschnittseinkommen) zu senken und die Lücke durch eine staatlich geförderte Vorsorge auszugleichen.

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kjf/bua/news.de/dpa

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