02.05.2019, 11.43 Uhr

Europawahl 2019: Fristen und Termine für die Briefwahl: SO funktioniert das Wählen per Post

Sie möchten an der Europawahl 2019 per Briefwahl teilnehmen, weil Sie am Wahltag verhindert sind oder einfach, weil es bequemer ist? Wir erklären, wie Sie die Briefwahl beantragen und welche Termine und Fristen Sie einhalten müssen.

Briefwahl zur Europawahl. So geht's! Bild: picture alliance/Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Am 26. Mai 2019 wird das neue Europaparlament gewählt. Nach einer ersten Schätzung des Bundeswahlleiters sind insgesamt rund 64,8 Millionen Menschen in Deutschland bei der Abstimmung wahlberechtigt. Als Alternative zum klassischen Anstehen vor der Wahlurne besteht auch die Möglichkeit der Briefwahl. Diese ist gerade in Deutschland sehr beliebt, mehr als ein Viertel der Wähler nutzte sie beispielsweise bei der letzten Bundestagswahl.

Wählen per Post zur Europawahl 2019: So beantragen Sie die Briefwahl

Wenn Sie die Wahlbenachrichtigung erhalten haben, müssen Sie bei der Gemeinde ihres Hauptwohnortes einen sogenannten Wahlschein für die Briefwahl beantragen. Einer Begründung hierzu bedarf es nicht mehr. Sie können das persönlich oder schriftlich, also per Post, Fax oder E-Mail tun. Bei vielen Gemeinden kann man die Unterlagen unkompliziert und schnell online anfordern. Nur eine telefonische Antragstellung ist leider nicht möglich.

Wählen per Briefwahl zur Europawahl 2019: Abgabe-Frist ist der 23. Mai

Auf der Rückseite Ihrer Wahlbenachrichtigung befindet sich bereits ein Vordruck, den Sie ausgefüllt zurücksenden können. Dem Wahlschein, der Ihnen dann zugeschickt wird, sind automatisch Briefwahlunterlagen und genaue Erklärungen zur Briefwahl beigefügt. Die Briefwahlunterlagen zur Europawahl müssen spätestens am 23. Mai abgeschickt werden.

Übrigens: Mit dem Wahlschein können Sie auch in einem beliebigen anderen Wahlbezirk des Kreises oder der kreisfreien Stadt wählen. Und: Sie können den Antrag auf Briefwahl zur Europawahl auch für jemand anderen stellen. Dazu brauchen Sie dann aber eine Vollmacht.

Europawahl 2019: So funktioniert die Briefwahl

  • Kreuzen Sie die Stimme persönlich und unbeobachtet auf dem Stimmzettel an, stecken Sie den Stimmzettel anschließend in den blauen Umschlag (Stimmzettelumschlag) und kleben Sie ihn zu.
  • Unterschreiben Sie auf dem Wahlschein unten die "Versicherung an Eides statt zur Briefwahl" mit Datum.
  • Stecken Sie den Wahlschein zusammen mit dem blauen Stimmzettelumschlag in den roten Wahlbriefumschlag.
  • Kleben Sie den roten Wahlbriefumschlag zu und geben Sie ihn innerhalb Deutschlands unfrankiert (außerhalb Deutschlands ausreichend frankiert) in die Post oder geben Sie ihn bei der auf dem Umschlag angegebenen Stelle (und nur dort) direkt ab.

Briefwahl aus dem Ausland? Stichtag für die Europawahl 2019 ist der 5. Mai

Im Ausland lebende Deutsche müssen einen Antrag stellen, wenn sie bei der Europawahl Ende Mai ihre Stimme abgeben wollen. Der Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis muss persönlich und handschriftlich unterschrieben werden und bis zum 5. Mai bei der Heimatgemeinde eingegangen sein, wie der Wahlleiter mitteilt. Teilweise würden dann auch die Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland die Beförderung der Briefwahlunterlagen übernehmen.

Briefwahl zur Europawahl 2019: Auslands-Deutsche müssen seit drei Monaten im EU-Ausland leben

Voraussetzung für eine Teilnahme an der Abstimmung ist, dass die im Ausland lebenden Deutschen am Wahltag seit mindestens drei Monaten in den Gebieten der übrigen EU-Mitgliedstaaten eine Wohnung oder sich gewöhnlich dort aufgehalten haben. Wahlberechtigt ist auch, wer nach Vollendung des 14. Lebensjahres mindestens drei Monate ununterbrochen in Deutschland wohnte und dieser Aufenthalt nicht länger als 25 Jahre zurückliegt.

sit/fka/dpa/news.de

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