Bruno Ganz ist tot

Schauspiel-Star im Alter von 77 Jahren verstorben

Er war einer der bedeutendsten Schauspieler des deutschsprachigen Raums: Der Schweizer Bruno Ganz. Auf der Bühne und in zahlreichen Filmen hat er den Grübler, den Stillen gegeben - und den Diktator.

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PKW-Maut: Irrer Maut Plan! Autofahrer sollen für JEDEN Kilometer zahlen

Die deutsche PKW-Maut ist nicht nur in Deutschland ein echter Zankapfel. Auch in der EU sieht man den von der CSU getriebenen Vorstoß eher kritisch und kontert nun mit einem eigenem Abrechnungsmodell für Europa.

EU plant europaweit einheitliche Abrechnung der Maut anhand gefahrener Kilometer und würde damit die deutschen Maut-Plänen durchkreuzen. Bild: Jens Büttner / dpa

Lange war es still geworden um die PKW-Maut, das heiß umkämpfte Herzensprojekt der CSU in der großen Koalition. Die Gebühr soll auf Bundesstraßen und Autobahnen kassiert werden. Inländische Autofahrer sollen im Gegenzug für Mautzahlungen durch eine geringere Kfz-Steuer komplett entlastet werden.

PKW-Maut als Herzensprojekt der CSU und als Zankapfel in Deutschland und der EU

Fahrer aus dem Ausland sollen nur für Autobahnen zahlen. Nach Abzug der Kosten soll die Maut gut 500 Millionen Euro im Jahr für Straßen-Investitionen einbringen. Der Auftrag für den Betrieb des Kontrollsystems an den Autobahnen ging zuletzt an den österreichischen Anbieter Kapsch, wie das Bundesverkehrsministerium bestätigte. Am Ertrag und der EU-Rechtmäßigkeit der Maut gibt es weiterhin Zweifel.

EU will einheitliche Maut für ganz Europa - abgerechnet anhand gefahrener Kilometer

Und so verwundert der neuerliche Gegenwind für die deutschen Maut-Pläne aus Richtung der EU nicht wirklich. Die plant nun nämlich laut unter anderem "Focus" ein einheitliches Maut-System für ganz Europa. Dieses sieht vor, dass ab 2023 alle LKW und ab 2026 alle PKW für jeden gefahrenen Kilometer zur Kasse gebeten werden sollen. Das bereits beschlossene, aber noch nicht eingeführte deutsche Pendant sieht dagegen eine zeitraumabhängige Pauschale vor.

Der Vorstoß der EU ist dabei gar nicht so neu, kam ein ähnlicher Vorschlag doch schon 2017 auf. Ziel dieses Verfahrens sei auch, die tatsächliche Straßennutzung besser abbilden zu können. Nun muss der neuerliche Vorschlag noch von den anderen Mitgliedsstaaten abgesegnet werden. Man darf sicher gespannt sein, wie sich der eventuelle EU-Maut-Kompromiss mit den voraussichtlich bis 2021 eingeführten deutschen System "vertragen" wird.

Lesen Sie auch:Wegekostenrichtlinie der EU: Droht Deutschland jetzt etwa eine Stau-Maut?

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pap/kns/news.de/dpa

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