Landtagswahl Bayern am 14.10.2018: Wahl-Ergebnisse aktuell: Fiasko für CSU und SPD, AfD und FDP stark!

Krachende Niederlage für die sonst kraftstrotzende CSU: Ihre absolute Mehrheit in Bayern ist dahin. Für die SPD geht es bei der Wahl ebenfalls tief in den Keller. Es gibt aber auch mindestens zwei Gewinner. Alle Infos zu den Wahl-Ergebnissen gibt's hier.

Bitterer Abend für die CSU: Markus Söder verliert in Bayern in absolute Mehrheit. Bild: dpa/Michel Kappeler

Politisches Beben in Bayern: Bei der Landtagswahl 2018 hat die erfolgsverwöhnte CSU am Sonntag dramatische zweistellige Verluste hinnehmen müssen und ihre absolute Mehrheit verloren. Die Partei von Ministerpräsident Markus Söder und des Vorsitzenden Horst Seehofer fuhr nach den ersten Hochrechnungen ihr schlechtestes Ergebnis seit 1950 ein und schwächt damit auch ihre Position in der großen Koalition von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Die SPD von Natascha Kohnen brach noch stärker ein als vorhergesagt und verlor mit ihrem historisch schlechtesten Landesergebnis ihre Position als zweitstärkste Kraft. Große Wahlgewinner sind Grüne und AfD mit zweistelligen Ergebnissen. Die AfD zieht erstmals ins Maximilianeum ein und ist jetzt in 15 von 16 Landtagen vertreten. Die FDP muss zunächst bangen, ob sie nach fünf Jahren Abwesenheit die Rückkehr ins Parlament schafft. Die Linke verfehlt den Einzug erneut.

Landtagswahl in Bayern am 14.10.2018

  • CSU stürzt ab und verliert absolute Mehrheit
  • SPD halbiert sich
  • Grüne auf Platz zwei
  • AfD und Freie Wähler stark
  • Die Linke verfehlt Einzug in den Landtag
  • FDP muss zittern
  • Endergebnis frühestens 23 Uhr

Prognose, erste Hochrechnung und Wahl-Ergebnisse: So wählte Bayern

Die Endergebnisse finden Sie zeitnah nach der Auszählung der Stimmen hier.

Partei Stimmen 2018 in % 2013 in % Differenz in %
CSU 2.495.960 36,8 47,7 -10,4
SPD 683.884 10,1 20,6 -10,9
Freie Wähler 809.126 11,9 9,0 +2,6
Grüne 1.189.885 17,5 8,6 +8,9
AfD 699.202 10,3 - [+10,3]
FDP 352.613 5,2 3,3 +1,8
Die Linke 219.269 3,2 2,1 +1,1

Welche Koalitionen sind in Bayern möglich?

Die CSU hat die absolute Mehrheit klar verloren. Nun stellt sich die Frage nach den Koalitionsoptionen. Am wahrscheinlichsten ist wohl ein Bündnis von CSU und Freien Wählern, notfalls auch eine Dreierkoalition von CSU, Freien Wählern und FDP. Unklar ist, was passiert, wenn es dafür nicht reicht. Kommt dann Schwarz-Grün? Eine Viererkoalition von Grünen, Freien Wählern, SPD und FDP gegen die CSU war zwar nach manchen Umfragen rechnerisch denkbar - Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat das aber ausgeschlossen. Klar ist nur: Mit der AfD will keine andere Partei zusammenarbeiten.

Landtagswahl in Bayern: Alle aktuellen Entwicklungen im News-Ticker

+++ 15.10.2018:Tops und Flops: Wahlergebnisse in Bayern eingeordnet +++

CSU: Ein schlechteres Ergebnis als am Sonntag fuhr die CSU bei einer Landtagswahl nur 1950 ein. Damals büßte die Partei fast die Hälfte ihrer Stimmen ein - und kam auf 27,4 Prozent. Der jetzige Stimmenverlust ist der dritthöchste in der Geschichte der Christsozialen. Als sie zuletzt ihre Alleinregierung 2008 verloren, ging es um 17,3 Punkte auf 43,4 Prozent nach unten.

SPD: Die Sozialdemokraten stürzen in Bayern auf ihr Allzeittief bei einer Landtagswahl. Selbst in Sachsen, wo sich die SPD seit Jahren nur im niedrigen zweistelligen Bereich oder darunter bewegt, war sie 2004 mit 9,8 Prozent besser als jetzt.

GRÜNE: Ganz sind es noch keine baden-württembergische Verhältnisse. Während die Grünen im Nachbarland mit ihrem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann bisher ihre höchsten Landesergebnisse einfuhren (2011: 24,2 Prozent; 2016: 30,3), holen sie in Bayern ihr drittbestes Ergebnis - und zugleich ihren bundesweit drittstärksten Zuwachs.

AFD: Das größte Plus an bayerischen Wählerstimmen verzeichnet die AfD. Aus dem Stand werden die Rechtspopulisten zweistellig - und holen nach Baden-Württemberg (15,1 Prozent) und Rheinland-Pfalz (12,6) in einem westdeutschen Bundesland ihr drittbestes Resultat. Am bislang stärksten schnitt die Partei mit 24,3 Prozent bei der Landtagswahl 2016 in Sachsen-Anhalt ab. Bei der vergangenen Bundestagswahl kam die AfD in Bayern auf 12,4 Prozent.

FREIE WÄHLER: Die bayerische Wählergemeinschaft erreicht das höchste Ergebnis ihrer Geschichte bei einer Landtagswahl. Am bisher besten schnitten die Freien Wähler mit 10,2 Prozent 2008 ab, als die CSU schon einmal massive Verluste hinnehmen musste.

+++ 14.10.2018, 21.00 Uhr: Aktuelle Hochrechnungen des ZDF - CSU und SPD brechen in Bayern ein +++

Nach den 21-Uhr-Hochrechnungen von ARD und ZDF kommt die CSU mit einem Minus von gut 10 Prozentpunkten nur noch auf 37,3 bis 37,4 Prozent - ihr schlechtestes Ergebnis seit 1950. Die SPD halbiert mit Verlusten von rund 11 Punkten ihr Ergebnis von 2013 und landet bei 9,4 bis 9,6 Prozent. Zweitstärkste Kraft werden die Grünen mit 17,8 Prozent - mehr als eine Verdoppelung gegenüber 2013. Es folgen die Freien Wähler mit 11,5 bis 11,8 Prozent, dicht dahinter die AfD mit 10,4 bis 10,6 Prozent. Die FDP stand am Abend mit 5,0 Prozent auf der Kippe. Die Linke scheitert mit 3,0 bis 3,2 Prozent.

Daraus ergibt sich folgende Sitzverteilung: CSU 78 bis 83, SPD 20, Grüne 37 bis 38, Freie Wähler 25, AfD 22 bis 23 und FDP 10 bis 11. Die unterschiedlichen Sitzzahlen von ARD und ZDF sind auf das komplizierte bayerische Wahlrecht zurückzuführen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 72 Prozent (2013: 63,6).

+++ 14.10.2018, 20.11 Uhr:CSU legt in neuen Hochrechnungen leicht zu +++

Die CSU schneidet bei der Landtagswahl in Bayern nach neuen Hochrechnungen etwas besser ab, als zunächst gedacht. Demnach kommt die Partei von Ministerpräsident Markus Söder auf 37,3 bis 37,4 Prozent. Zunächst hatten ARD und ZDF ihr am Sonntagabend 35,3 bis 35,4 Prozent vorhergesagt. Nach Hochrechnung der ARD hätte nun auch eine schwarz-rote Koalition eine Mehrheit im Landtag. Möglich sind zudem Bündnisse von CSU und Grünen sowie CSU und Freien Wählern. Rechnerisch würde es auch für ein Bündnis von CSU und AfD reichen.

Zweitstärkste Kraft bleiben in den neuen Hochrechnungen die Grünen mit 17,9 bis 18,1 Prozent vor den Freien Wählern mit 11,6 bis 11,7 Prozent und der AfD mit 10,6 bis 10,9 Prozent. Die SPD wird demnach mit 9,6 Prozent nur fünftstärkste Partei.

+++ 14.10.2018, 19.50 Uhr: CSU-Chef Seehofer bevorzugt Koalition mit Freien Wählern +++

Nach der Landtagswahl in Bayern bevorzugt CSU-Chef Horst Seehofer eine Koalition mit den Freien Wählern. "Man sollte mit allen demokratischen Kräften reden. Auch meine Priorität wäre eine Koalition mit den Freien Wählern, wenn sie denn möglich ist", sagte Seehofer am Sonntagabend im Bayerischen Rundfunk. Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt, seine klare Priorität sei ein "bürgerliches Bündnis".

+++ 14.10.2018, 19.43 Uhr: Politikwissenschaftlerin: Seehofer räumt nicht freiwillig das Feld +++

Aus Sicht der Politikwissenschaftlerin Ursula Münch wird CSU-Chef Horst Seehofer nach dem Absturz seiner Partei bei der Landtagswahl nicht freiwillig zurücktreten. "Ob er es durchhalten wird, hängt natürlich vom Druck aus der CSU in Bayern ab", sagte sie am Sonntagabend.

Die CSU verliert nach allen Hochrechnungen die absolute Mehrheit, die sie bislang im bayerischen Landtag hatte. Die Partei habe sich auf eine Weise positioniert, die christliche und liberale Anhänger verprellt habe, um die AfD zu verdrängen, sagte Münch. Den Verlust dieser Stimmen habe die Partei aber nicht wieder wettmachen können, weil sie Wähler rechts der Mitte nicht für sich gewinnen konnte.

+++ 14.10.2018, 19.42 Uhr: Seehofer: Können gern über Personalwechsel diskutieren +++

CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer ist nach der Niederlage bei der Landtagswahl in Bayern bereit zu einer Diskussion über personelle Konsequenzen. "Da können wir gerne drüber diskutieren", sagte Seehofer am Sonntagabend im ZDF. Er werde das jedoch nicht an diesem Abend tun. "Natürlich habe ich als Parteivorsitzender auch Mitverantwortung für dieses Wahlergebnis." Darum sei klar, dass auch über ihn diskutiert werde. Für die Niederlage gebe es aber zahlreiche Gründe. Es gebe Ursachen in Berlin und welche in München. Die Position in der Zuwanderungspolitik habe man aber gemeinsam bestimmt, stellte Seehofer klar. Die CSU müsse sich Gedanken darüber machen, warum sie in Großstädten so schwach und bei ökologischen Themen nicht überzeugend genug sei.

+++ 14.10.2018, 19.38 Uhr: FDP-Spitzenkandidat Hagen hofft auf Einzug der FDP in den Landtag +++

Nach den ersten Hochrechnungen zur bayerischen Landtagswahl hat der FDP-Spitzenkandidat Martin Hagen auf einen Einzug der Liberalen ins Parlament gehofft. Er und seine Parteifreunde hätten gerne am Wahlabend weniger gezittert, sagte er am Sonntag in München. Die FDP kam in den ersten Hochrechnungen auf 5,0 bis 5,1 Prozent und musste um den Einzug in den Landtag bangen. Über mögliche Gespräche mit der CSU zur Bildung einer Regierung könne er erst sprechen, wenn es die endgültigen Zahlen gebe. "Mal schauen, wann das Telefon klingelt", sagte Hagen.

+++ 14.10.2018, 19.15 Uhr: Nahles: Sehr schlechtes Ergebnis für die SPD bei Bayern-Wahl +++

Die SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles hat den Ausgang der Landtagswahl in Bayern als sehr schlechtes Ergebnis für die SPD bezeichnet. Das gelte auch für alle Volksparteien, sagte Nahles am Sonntagabend nach der ersten ARD-Hochrechnung. Das Ergebnis müsse jetzt sorgfältig analysiert werden. Die Sozialdemokraten hätten die Wähler nicht überzeugen können. Ein Grund sei auch die schlechte Performance im Bund gewesen. Man habe sich von den Unionsstreitereien nicht genügend abgrenzen können. Nahles sprach den Grünen für deren Ergebnis Glückwünsche aus. Sorge mache, dass die AfD es in einen weiteren Landtag geschafft habe.

+++ 14.10.2018, 19.12 Uhr: Weidel fordert Neuwahlen im Bund +++

Die AfD-Fraktionschefin im Bundestag, Alice Weidel, sieht im Ausgang der Landtagswahl in Bayern ein Debakel für die CSU. Ministerpräsident Markus Söder und CSU-Chef Horst Seehofer müssten sich fragen, was sie falsch gemacht hätten. "Wählertäuschung noch und nöcher, das zahlt sich nicht aus", sagte Weidel am Sonntagabend mit Blick auf die erste ARD-Hochrechnung zur Bayernwahl.

Wer in Bayern AfD gewählt habe, sage auch: "Merkel muss weg." Rund 33 Prozent für die CSU und für die SPD rund zehn Prozent, das sei keine große Koalition im Berlin mehr. "Das ist eine Mini-Koalition." Daher sollten die Koalitionsparteien im Bund den Weg frei machen für Neuwahlen.

+++ 14.10.2018, 19.00 Uhr: ZDF-Hochrechnungen in Bayern (Stand 19 Uhr) +++

+++ 14.10.2018, 18.54 Uhr: SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen sieht Partei vor schwerem Weg +++

Nach dem schlechten Abschneiden der SPD bei den Landtagswahlen spricht Spitzenkandidatin Natascha Kohnen von einer schwierigen Zeit für ihre Partei. "Das wird ein langer, harter Weg, uns da wieder herauszuarbeiten", sagte sie am Sonntagabend in München. Sie habe gespürt, dass viele Menschen "unglaubliche Skepsis" zur Sozialdemokratie hätten. Es gehe nun darum, den Glauben an die SPD wieder herzustellen. Das gehe nur mit einer ganz klaren Haltung. "Wir dürfen nie wieder halbe Wege gehen, sondern nur ganze." Man werde in den kommenden Tagen im Landesvorstand über alles reden, sagte sie. "Und ich meine über alles."

+++ 14.10.2018, 18.52 Uhr: Wahlforscher: Unionsstreit maßgeblich für CSU-Ergebnis verantwortlich +++

Die Schlappe der CSU bei der bayerischen Landtagswahl führen Wahlforscher maßgeblich auf den Streit innerhalb der Union zurück. 81 Prozent der Wähler seien der Meinung, der Konflikt der letzten Monate vor allem um die Asylpolitik habe der Partei von Ministerpräsident Markus Söder geschadet, wie aus einer ersten Analyse der Forschungsgruppe Wahlen vom Sonntag hervorgeht. 13 Prozent der Befragten waren der Meinung, der Streit habe keine Rolle gespielt, drei Prozent hielten ihn hingegen für nützlich. Die Daten basieren auf Befragungen von zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Bayern. Die CSU kam laut Hochrechnungen auf 35,3 bis 35,4 Prozent und fuhr ihr schlechtestes Ergebnis seit 1950 ein.

+++ 14.10.2018, 18.46 Uhr: Wer wählte wie? So haben Männer und Frauen in Bayern gewählt +++

+++ 14.10.2018, 18.30 Uhr: Hochrechnungen: CSU stürzt ab und verliert absolute Mehrheit +++

Die CSU ist bei der Landtagswahl in Bayern nach ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF abgestürzt und hat die absolute Mehrheit klar verloren. Die Partei von Ministerpräsident Markus Söder kam demnach am Sonntag auf 35,3 bis 35,4 Prozent und fuhr ihr schlechtestes Ergebnis seit 1950 ein. Sie kann damit künftig nicht mehr alleine regieren, bleibt aber mit Abstand stärkste Kraft im Münchner Landtag. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren hatten die Christsozialen noch 47,7 Prozent erzielt.

Die SPD brach ein und erzielte mit 9,6 bis 9,9 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Bayern. Damit werden die Parteien der großen Koalition in Berlin deutlich abgestraft. Große Wahlgewinner sind Grüne und AfD mit zweistelligen Ergebnissen. Die Grünen kamen mit 18,5 bis 18,9 Prozent auf den zweiten Platz, die AfD lag bei 10,9 Prozent und zieht damit erstmals in den Münchner Landtag ein. Die Freien Wähler kamen laut den Hochrechnungen auf 11,6 Prozent. Die FDP musste mit 5,0 bis 5,1 Prozent um den Einzug in den Landtag bangen, die Linke schaffte es nicht ins Münchner Parlament.

Die CSU würde nach der ZDF-Hochrechnung 74 Sitze im neuen bayerischen Landtag bekommen. Die Grünen liegen bei 40 Mandaten, die Freien Wähler bei 24. Die AfD kommt demnach auf 23 Abgeordnete, die SPD auf 20 und die FDP auf 11. Die CSU könnte theoretisch mit den Grünen oder den Freien Wählern koalieren. Die CSU will lieber mit den Freien Wählern regieren, diese Mehrheit wäre aber knapp.

+++ 14.10.2018, 18.23 Uhr: Söder: CSU hat klaren Regierungsauftrag +++

Die CSU hat nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bei der Landtagswahl als stärkste Partei einen "klaren Regierungsauftrag" erhalten. Nötig sei es nun, eine stabile Regierung zu bilden - "diesen Auftrag nehmen wir an", sagte Söder am Sonntagabend in München. Dennoch sei es kein einfacher Tag für seine Partei, denn die CSU habe "kein gutes Ergebnis" erzielt. "Wir nehmen es an mit Demut und werden daraus Lehren ziehen müssen." Auf den letzten Metern vor der Wahl habe seine Partei mit großem Engagement gekämpft.

+++ 14.10.2018, 18.23 Uhr: Gauland zufrieden mit Bayern-Wahlergebnis +++

AfD-Chef Alexander Gauland hat sich zufrieden mit dem Wahlergebnis seiner Partei in Bayern gezeigt. Mit den Freien Wählern gebe es aber in Bayern eine starke konservative Konkurrenz, machte Gauland am Sonntagabend mit Blick auf die ARD-Prognose deutlich. Er machte zugleich den Anspruch seiner Partei deutlich, mittel- bis langfristig zu regieren. Dazu müsse man aber noch zulegen. Auch der bayerische AfD-Vorsitzende Martin Sichert zeigte sich zufrieden. "Die Prognose ist eine gute Basis; mal schauen, was noch kommt. Sie ist eine gute Basis für die Arbeit im Parlament", sagte Sichert in München. Bei Landtagswahlen habe seine Partei immer etwas schlechter abgeschnitten als bei der Bundestagswahl.

+++ 14.10.2018, 18.17 Uhr: CSU-Fraktionschef Kreuzer: CSU hat Regierungsauftrag mit Söder +++

Der Vorsitzende der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, hat das Wahlergebnis seiner Partei als "schlecht" bezeichnet. "Wir sind damit nicht zufrieden", sagte er nach Bekanntgabe der ersten Prognose am Sonntagabend im Bayerischen Rundfunk. Dennoch habe die CSU den Regierungsauftrag, weil sie "mit Abstand die stärkste Partei" sei. "Personalfragen gilt es heute nicht zu besprechen, auch die nächsten Tage nicht", sagte er. Es bestehe kein Zweifel, dass Amtsinhaber Markus Söder der Kandidat der CSU-Fraktion für das Amt des Ministerpräsidenten werde.

+++ 14.10.2018, 18.14 Uhr: Claudia Roth: Grüne haben alle Wahlziele erreicht +++

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete und langjährige Parteivorsitzende Claudia Roth hat sich zufrieden über den Ausgang der Wahl in Bayern gezeigt. Man habe alle drei Wahlziele erreicht: ein zweistellige Ergebnis zu erlangen, zweitstärkste Kraft zu werden und die absolute Mehrheit der CSU zu verhindern, sagte Roth am Sonntagabend nach der Prognose in der ARD. Die Bayern hätten für einen Politikwechsel gestimmt.

+++ 14.10.2018, 18.05 Uhr: Überraschend hohe Wahlbeteiligung +++

Es zeichnet sich eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab als 2013. Wie Laut ARD liegt die Wahlbeteiligung 2018 bei über 72,5 Prozent. Im Jahr 2013 lag die Wahlbeteiligung bei 63,6 Prozent.

+++ 14.10.2018, 18.05 Uhr: Landtagswahl in Bayern - Die ersten Prognosen von ARD und ZDF sind da! +++

Die CSU kann in Bayern künftig nicht mehr alleine regieren. Bei der Landtagswahl am Sonntag verliert die Partei von Ministerpräsident Markus Söder nach Prognosen von ARD und ZDF die absolute Mehrheit, bleibt aber mit Abstand stärkste Kraft. Sie fährt demnach mit 35,5 Prozent dramatische Verluste und das schlechteste Ergebnis seit 1950 ein. Die SPD bricht ein und wird mit einem historisch schlechten Landesergebnis nur fünftstärkste Kraft. Damit werden die Parteien der großen Koalition in Berlin deutlich abgestraft.

Große Wahlgewinner sind Grüne und AfD mit zweistelligen Ergebnissen. Die AfD zieht damit erstmals in den Landtag in München ein. Die Linke dagegen scheitert erneut an der Fünf-Prozent-Hürde, die FDP muss zittern.

Nach den Zahlen von 18.00 Uhr kommt die CSU auf 35,5 Prozent (2013: 47,7). Die Grünen schaffen 18,5 bis 19,0 Prozent (8,6), die AfD kommt bei ihrem ersten Anlauf in Bayern auf 11,0 Prozent. Die Freien Wähler erringen 11,5 Prozent (9,0), die SPD kommt auf 9,5 bis 10 Prozent (20,6). Die FDP erringt 5,0 Prozent (3,3), die Linke 3,5 Prozent (2,1).

Die CSU würde nach der ARD-Prognose 79 Sitze im neuen bayerischen Landtag bekommen. Die Grünen erhalten 40 Mandate. Die AfD liegt bei 24 Mandaten, die SPD bekommt 21 Sitze, die Freien Wähler 25. Die CSU könnte mit den Grünen oder den Freien Wählern koalieren. Die Wahlbeteiligung liegt demnach bei 72,5 Prozent.


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