29.09.2018, 11.42 Uhr

Umfrage September 2018: Merkel rutscht weiter ab! Kein politisches Vertrauen mehr

Ein Jahr nach den Bundestagswahlen scheint die GroKo vor dem Aus zu stehen. Nicht nur Union und SPD verlieren Wählerstimmen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sehen die wenigsten in Zukunft noch auf ihrem Posten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel verliert immer mehr Wählerstimmen. Bild: dpa

Erst in der vergangenen Woche machte eine Forsa-Umrage deutlich, wie sehr die Streitereien innerhalb der großen Koalition bei den Wählern das Vertrauen in die Politik erschüttert haben. Sowohl SPD als auch die Union verlieren weiter Stimmen. Das trifft allerdings nicht nur auf die Parteien selbst zu.

Bundeskanzlerin Angela Merkel verliert Wählerstimmen

Einer Umfrage des Magazins "Spiegel" zufolge, müssen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Horst Seehofer angesichts der Debatte um Hans-Georg Maßen einige Verluste hinnehmen. "Spiegel" befragte in der vergangenen Woche 1039 Bürger für die "Politikertreppe" nach der politischen Bedeutung von 20 Politikern. Nur noch 47 Prozent würden sich die Bundeskanzlerin auch in Zukunft in "einer wichtigen politischen Rolle" wünschen, 49 Prozent waren gegen Merkel. Im September 2017 standen noch 68 Prozent der befragten Bürger hinter ihr. Verluste muss auch Horst Seehofer verzeichnen mit nur noch 27 Prozent.

Umfragewerte von Frank-Walter Steinmeier, Horst Seehofer und Co.

Die Politiker auf der Beliebtheitsskala laut "Spiegel"-Umfrage im Überblick:

  • 70 Prozent: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
  • 47 Prozent: Bundeskanzlerin Angela Merkel
  • 46 Prozent: Olaf Scholz (SPD)
  • 46 Prozent: Christian Lindner (FDP)
  • 34 Prozent: Andrea Nahles (SPD)
  • 27 Prozent: Bundesinnenminister Horst Seehofer
  • 27 Prozent: Jens Spahn (CDU)

Schwesig: Merkels und Seehofers Flüchtlingsstreit spaltet Deutschland

Die SPD-Vizevorsitzende Manuela Schwesig macht den asylpolitischen Streit von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) für das politische Auseinanderdriften Deutschlands mit verantwortlich. "Wenn Kanzlerin und Innenminister ständig über Flüchtlinge streiten, treiben sie die Spaltung der Gesellschaft voran", sagte Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern dem "Tagesspiegel am Sonntag". Der Disput überlagere außerdem andere Themen. "Das ist das eigentlich Gefährliche."

Es entstehe bei vielen der Eindruck, die Politik kümmere sich nur noch um das Thema Flüchtlinge. Dabei bekomme kaum jemand mit, was die große Koalition angeschoben habe, sagte Schwesig und nannte namentlich die Themen Rente, Kitas und Bildung, mit denen ihre Partei punkten will.

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kad/news.de/dpa

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