29.08.2018, 10.02 Uhr

Syrien-Konflikt: Erneute Eskalation? Putin schickt Kriegsflotte ins Mittelmeer

Droht eine neue Eskalation im Syrien-Konflikt? Laut russischen Medien verstärkt der Kreml seine Militärpräsenz im Mittelmeer. Kritiker befürchten, dass bei einem Angriff auch Giftgas eingesetzt werden könnten.

Russland soll einen Großteil seiner Marine ins Mittelmeer verlegt haben. Bild: dpa

Seit 2011 tobt in Syrien ein verheerender Bürgerkrieg, der durch die Einflussnahme des Auslands immer weiter eskaliert. Nun plant Russland offenbar eine weitere Verlegung seiner Kriegsmarine in den Mittelmeerraum. Dies könnte die internationalen Beziehungen noch weiter belasten.

Russland verlegt Kriegsschiffe vor syrische Küste

Wie "Bild" unter Berufung auf die russische Zeitung "Iswestija" berichtet, soll Russland bereits zehn Kriegsschiffe und zwei U-Boote im Mittelmeer stationiert und weitere Schiffe auf den Weg geschickt haben. Laut "Iswestija" soll die Flotte angeblich eine Rebellenoffensive in der syrischen Provinz Idlib unterstützen. Doch offenbar hat der Kreml auch noch andere Sorgen.

Hat Russland Angst vor einem amerikanischen Militärangriff in Syrien?

Zudem berichten kremlnahe Medien von einer möglichen Offensive des US-Militärs in Syrien. Laut "Bild" warnen diese "vor einer gemeinschaftlichen Operation islamistischer Terroristen, der syrischen Retter der 'Weißhelme', 'britischer Experten' und der US-Marine." Auch die syrische Armee soll bereits am Montag in Erwartung eines amerikanischen Angriffs in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden sein.

Droht ein neuer Giftgas-Angriff in Syrien?

Außerdem soll das russische Militär das Gerücht verbreiten, dass die USA in Idlib einen vom Westen inszenierten Giftgas-Angriff planen würden, um anschließend einen massiven Angriff auf das Assad-Regime durchzuführen. Laut "Bild" gehen Experten davon aus, dass es sich dabei um ein Ablenkungsmanöver handeln könnte, um vom eigenen Angriff auf Idlib abzulenken. Im schlimmsten Fall könnte es jedoch auch ein Vorwand sein, um einen Giftgas-Angriff durch Russland oder das Assad-Regime zu vertuschen.

Lesen Sie auch: Chemische Waffen im Wandel der Zeit – Giftgas im Krieg! So schrecklich ist der unsichtbare Feind.

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jat/loc/news.de

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