Terror-Gefahr: Verfassungsschutz spürt mehr Risiko-Islamisten auf

Die deutschen Sicherheitsbehörden verzeichnen einen besorgniserregenden Anstieg der radikalen Islamisten. Wahrscheinlich ist aber, dass viele der betroffenen Personen bisher einfach nicht bekannt waren.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz untersucht das aktuelle Bedrohungspotenzial. Bild: picture alliance/Oliver Berg/dpa

Polizei und Verfassungsschutz identifizieren immer mehr Radikal-Islamisten, von denen eine Terrorgefahr ausgeht.

Sicherheitsbehörden identifizieren mehr Risiko-Islamisten

Nach einer aktuellen Erhebung der Sicherheitsbehörden konnten rund 2220 Personen mit Deutschlandbezug ausgemacht werden, die dem islamistisch-terroristischen Spektrum angehören. Ende Mai rechneten die Behörden dem noch rund 1900 Männer und Frauen zu. Ein Jahr zuvor waren etwa 1700 Menschen in die Kategorie eingeordnet worden.

Extremisten waren dem Verfassungsschutz bisher nicht bekannt

"Diese Zahl verdeutlicht das aktuelle Bedrohungspotenzial", sagte der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Die Sicherheitsbehörden legen ihr besonderes Augenmerk auf die Beobachtung dieses Personenkreises." Der Anstieg der Zahl geht auch darauf zurück, dass die Verfassungsschützer durch eine bessere Aufklärung mehr Informationen über die Szene gewonnen haben. Ein weiterer Schock-Bericht zeigt, wie gewaltbereit die sogenannten "Reichsbürger" sind.

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scs/news.de/dpa

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