Harte Kritik an Bundeskanzlerin: MDR-Reporter fordert Rücktritt von Angela Merkel

Ein MDR-Korrespondent hat Angela Merkel Versagen in der Flüchtlingspolitik vorgeworfen und die Kanzlerin zum Rücktritt aufgefordert. Nur so könnten europäische Probleme aus der Welt geschafft werden. Das steckt dahinter.

Wird Angela Merkel die Asyldebatte zum Verhängnis? Bild: Geert Vanden Wijngaert/dpa

Angela Merkel schlägt aktuell nicht nur in der Flüchtlingsdebatte jede Menge Gegenwind entgegen. Nur fordert sogar ein Redakteur der "Tagesschau" den Rücktritt der Kanzlerin. Ohne einen Neuanfang im Kanzleramt könne es keine Lösung der europaweiten Krise geben.

MDR-Korrespondent Malte Pieper fordert Rücktritt von Angela Merkel

Im einem Kommentar, der unter anderem auf der Website der "Tagesschau" veröffentlicht wurde, rechnet MDR-Korrespondent Malte Pieper mit der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin ab. Dabei kritisiert er vor allem Merkels Politik des Aussitzens und die mangelnde Entscheidungsfreudigkeit. Nur ein "Neuanfang im Kanzleramt" könne seiner Meinung nach eine Lösung bringen.

"Verbrannte Erde" - Scheitert Europa an Merkel?

Laut Pieper hinterlasse Merkel in Europa überall "verbrannte Erde", etwa im Fall der Euro-Krise in Griechenland. Gleichzeitig kritisiert er das Erstarken von rechten Tendenzen in vielen europäischen Staaten – warum er sich dafür ausgerechnet bei Vokabular aus der Kriegszeit bedient, bleibt unklar.

Merkel soll Posten räumen! Neuanfang im Kanzleramt gefordert

Pieper kommt zu dem Schluss, dass nur ein Rücktritt der Kanzlerin eine Spaltung Europas verhindern könnte. Merkel habe "außer spürbarer Abneigung nichts mehr zu gewinnen". Das Kanzleramt brauche "einen Nachfolger, dessen Name nicht so belastet ist". In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die Union und vor allem die EU zu einer Lösung in der Asylfrage kommen. Spätestens wenn es doch zu Neuwahlen kommt, könnte die Ära Merkel Geschichte sein.

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jat/loc/news.de

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