Kampf gegen Kriminalität: Schärfere Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Österrreich

Deutschland und Österreich gehen gemeinsam gegen Kriminalität und illegale Einwanderer vor. Ab Freitag sollen Polizisten beider Länder regelmäßig Grenzkontrollen zusammen durchführen.

Deutschland und Österreich verschärfen ihre Grenzkontrollen. Bild: dpa

Mit gemeinsamen Kontrollen gehen die Behörden in Österreich und Deutschland verstärkt gegen Kriminalität und illegale Einwanderung vor. Die österreichische und die deutsche Bundespolizei sowie die bayerische Landespolizei wollen von diesem Freitag an erstmals im Grenzgebiet in Dreierstreifen unterwegs sein.

Verstärkte Kontrollen an der Grenze Österreich - Deutschland

Verstärkt werden sie den Zugverkehr unter die Lupe nehmen. Auch am Brenner wollen österreichische und deutsche Bundespolizei zusammen kontrollieren. Eine Bilanz der Aktion wird in drei Monaten gezogen. Gerade in Grenzgebieten sei es wichtig, Maßnahmen überregional abzustimmen, sagte der Sprecher der Bundespolizeidirektion München, Thomas Borowik, zum Start der Kontrollen. Besonders Güterzüge schauen sich die Beamten intensiv an.

Deutsche und österreichische Polizei nimmt Züge unter die Lupe

"Damit wollen wir die gefährlichen illegalen Einreisen auf Güterzügen frühzeitig unterbinden und Unfälle verhindern", sagte Borowik. "Die Migranten begeben sich immer wieder in Gefahr und setzen ihr Leben aufs Spiel." Die Blinden Passagiere reisten meist zwischen oder auf Lastwagen-Anhängern, die auf der Schiene den Brenner überqueren. 2017 waren im Bereich der Bundespolizeidirektion München knapp 1.000 Flüchtlinge auf Güterzügen entdeckt worden.

Zahl illegaler Einreisen geht zurück

Bei der Zahl der unerlaubten Einreisen an der deutsch-österreichischen Grenze zeichnet sich ein Rückgang ab, sofern sich der Trend der vergangenen Monate fortsetzt: 2017 versuchten dort rund 14.600 Menschen, illegal einzureisen, gut 7.200 von ihnen wurden zurückgewiesen. In den ersten vier Monaten dieses Jahres gab es knapp 3.800 unerlaubte Einreisen und knapp 2.100 Zurückweisungen.

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jat/news.de/dpa

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