Verhüllungsverbot in Dänemark: Burkas und Nikabs in der Öffentlichkeit verboten

In Dänemark tritt im August 2018 ein neues Verhüllungsverbot in Kraft. Künftig drohen Menschen, die ihr Gesicht in der Öffentlichkeit zu stark verdecken, saftige Strafen. Auch Burka und Nikab sind betroffen.

In Dänemark gilt ab August 2018 ein Verhüllungsverbot in der Öffentlichkeit. Bild: Peter Klaunzer/dpa

In Dänemark darf man sein Gesicht von August an in der Öffentlichkeit nicht mehr verhüllen. Das am Donnerstag vom Parlament beschlossene Verbot soll vor allem gegen Gesichtsschleier wie Burka und Nikab wirken, bezieht aber auch Hüte, Mützen, Schals, Masken, Helme und künstliche Bärte ein, die das Gesicht stark verdecken. Weiter erlaubt ist es allerdings, sich an kalten Tagen den Schal weit ins Gesicht zu ziehen oder zu Karneval Masken zu tragen.

Dänemark führt Verhüllungsverbot ein: DAS sind die Strafen

Beim ersten Verstoß gegen das Verhüllungsverbot droht eine Strafe vom umgerechnet 135 Euro. Wird man zum vierten Mal erwischt, kostet es rund 1350 Euro. Niemand werde gezwungen, die Burka auf der Straße abzunehmen, sondern lediglich nach Zahlung der Strafe aufgefordert, nach Hause zu gehen, hatte Justizminister Søren Pape Poulsen zuvor erklärt.

Auch Frankreich und Österreich verhängen Verhüllungsverbot

Dänemark ist nicht das einzige europäische Land mit einem Verhüllungsverbot. Als erstes führte 2011 Frankreich eine entsprechende Regelung ein. Auch in Österreich darf das Gesicht seit dem vergangenen Herbst nicht mehr verhüllt werden.

Lesen Sie auch: Frauenrechtlerinnen wollen Burkas in Deutschland verbieten.

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jat/news.de/dpa

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