Konflikt mit Russland: Putin stationiert Raketen an der Ostee - Sie könnten Berlin treffen

Das Versteckspiel ist vorbei: Russlands Militär bestätigt, dass an der Ostsee Raketen stationiert worden. Das Schlimme: Die Raketen können mit atomaren Sprengköpfen versehen werden und könnten sogar Berlin treffen.

Will Putin etwa den Westen angreifen? Bild: dpa

Die russischen Streitkräfte haben nach langem Versteckspiel die Stationierung von Iskander-Raketen in der westlichen Ostsee-Exklave Kaliningrad bestätigt. Die Stationierung meldete die Agentur Interfax am Freitag unter Berufung auf einen Militärsprecher. Die atomar bestückbaren Iskander-M-Raketen mit 500 Kilometer Reichweite können Warschau, Berlin oder Kopenhagen erreichen.

Russland bestätigt: Iskander-Raketen zum Schutz im Ostseeraum stationiert

Bei einer nächtlichen Probe für die Militärparade am 9. Mai seien die auf schweren Lastwagen montierten Raketen bereits in Kaliningrad zu sehen gewesen, meldete Interfax. "Die Bürger der Exklave sollen sehen und verstehen, dass die modernsten Waffentypen der russischen Armee zum Schutz der Region aufgestellt sind", sagte der Militärsprecher. Erst kürzlich warnte ein Sicherheitsexperte davor, dass Putin den Ostseeraum angreifen könne.

Die Stationierung des Waffensystems in Kaliningrad - dem westlichen Vorposten Russlands - war als Moskauer Reaktion auf die Verlegung von vier Nato-Bataillonen in die baltischen Staaten und nach Polen 2017 erwartet worden. Iskander-Raketen waren auch früher in Kaliningrad gesichtet worden, waren aber nicht dauerhaft dort aufgestellt gewesen.

Die Waffen seien Anfang des Jahres in dem Ort Tschernjachowsk (früher Insterburg) stationiert worden, sagte der Sprecher. Dies deckt sich mit Angaben des litauischen Militärs von Anfang Februar, die den Transport entdeckt hatten. Die Boden-Boden-Rakete (Nato-Code: SS-26 Stone) werde auf dem engen Kaliningrader Gebiet nicht übungshalber abgefeuert werden, "um unsere Nachbarn in Polen und Litauen nicht in Schockstarre zu versetzen", sagte der Sprecher.

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bua/news.de/dpa

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