10.04.2018, 22.00 Uhr

Mark-Zuckerberg-Anhörung heute: Jetzt live! Facebook-Chef vor US-Kongress wegen Datenskandal

Die Enthüllung, dass einige Informationen Dutzender Millionen Facebook-Nutzer schon vor Jahren unrechtmäßig einer Datenanalyse-Firma in die Hände fielen, hat Facebook in eine tiefe Krise gestürzt. Seit Mitte März versucht Gründer und Chef Mark Zuckerberg, die Nachbeben des Datenskandals unter Kontrolle zu bekommen. Am Dienstag muss er erstmals im US-Kongress Rede und Antwort stehen.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg muss vor dem US-Kongress Rede und Antwort stehen. Bild: Alberto Estévez/dpa

Auf dem Höhepunkt seiner wochenlangen Entschuldigungstour nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica spricht Facebook-Chef Mark Zuckerberg im US-Kongress. Facebook droht dort eine schärfere Regulierung seines Geschäfts. Zuckerberg gibt sich demütig.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg wegen Datenskandal im US-Kongress

Facebook-Chef Mark Zuckerberg geht in seine erste Anhörung im US-Kongress mit weiteren Eingeständnissen schwerer Fehler. Facebook habe das Ausmaß seiner Verantwortung nicht erkannt, erklärte der 33-Jährige in einer vorab veröffentlichten Stellungnahme für einen Ausschuss des US-Abgeordentenhauses. "Es war mein Fehler und das tut mir leid", schrieb Zuckerberg. "Ich habe Facebook gestartet, ich führe es, und ich trage die Verantwortung dafür, was hier passiert." Der Schutz der Nutzer sei wichtiger als die Maximierung der Gewinne, versicherte er.

Mark-Zuckerberg-Anhörung heute im Free-TV bei ntv und Phoenix

Zuckerberg stellt sich am Dienstag, 10.04.2018, den Fragen im US-Kongress. Zunächst ist er als Zeuge bei einer gemeinsamen Sitzung des Rechts- und des Handelsausschusses im Senat geladen. Sowohl ntv als auch Phoenix übertragen die Anhörung des Facebook-Chefs ab 20 Uhr beziehungsweise 20.15 Uhr live im Free-TV.

Befragung zum Facebook-Datenskandal heute im Live-Stream sehen

Falls gerade kein Fernseher in der Nähe ist oder Sie die Befragung von Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor dem US-Kongress lieber online mitverfolgen möchten, nutzen Sie den Auch in Deutschland sollen mehrere Hundertausend Nutzer betroffen sein. Facebook wusste seit Ende 2015 von der unerlaubten Datenweitergabe - gab sich aber mit der Zusicherung zufrieden, dass sie vernichtet worden seien und informierte die Nutzer nicht. Das wird erst jetzt nachgeholt.

Weitere Lücken beim Datenschutz aufgetaucht

Zudem räumte Facebook vergangene Woche ein, dass es möglich war, massenhaft öffentlich zugängliche Informationen der Nutzer abzugreifen, wenn man deren Telefonnummer oder E-Mail-Adresse hatte.

Facebook will sich selbst regulieren

Zuckerberg ist schon seit Tagen bemüht, die Situation zu entschärfen. In Blogeinträgen und einer Telefonkonferenz mit Journalisten räumte er Fehler ein und versprach schärferen Datenschutz für die Zukunft. Zudem reduzierte Facebook bereits den Zugriff von App-Entwicklern auf Nutzerinformationen deutlich und Nutzer bekamen mehr Möglichkeiten zum Schutz ihrer Privatsphäre gemäß EU-Datenschutzgrundverordnung.

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jat/news.de/dpa

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