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Reformationstag in Norddeutschland: Neuer Feiertag kostet Arbeitnehmer Millionen

Der Reformationstag am 31. Oktober ist seit der deutschen Wiedervereinigung gesetzlicher Feiertag in den neuen Bundesländern. In diesem Jahr neu dabei: Schleswig-Holstein und Hamburg. Doch der zusätzliche freie Tage könnte Arbeitnehmer einiges kosten.

Das Wort "frei" wird am 31. Oktober in diesem Jahr in mehreren deutschen Bundesländern stehen. Bild: dpa

Der Reformationstag am 31. Oktober ist neuer gesetzlicher Feiertag in Hamburg. Das hat die Hamburgische Bürgerschaft bereits im Februar beschlossen. Bereits in diesem Jahr wird an dem Tag arbeitsfrei sein. "Es soll kein Luther-Gedenktag werden", sagte SPD-Fraktionschef Andreas Dressel. Der Tag der Reformation werde in der Hansestadt nicht ein rein protestantischer, sondern ein interreligiöser Feiertag. Es wird an dem Tag freien Eintritt in die öffentlichen Museen der Stadt geben.

Reformationstag jetzt auch in Norddeutschland

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer im Norden hatten sich zuletzt für den Reformationstag als zusätzlichen Feiertag ausgesprochen. Dazu zählen auch: Schleswig-Holstein, Bremen, und Niedersachsen. Hamburg gehörte bislang zu den Bundesländern mit nur neun Feiertagen - Bayern hat hingegen 13, Baden-Württemberg 12. Während die Mehrheit der Norddeutschen sich bereits auf den zusätzlichen Feiertag freute, kommt nun heraus: Die geplante Einführung des Reformationstages könnte für die Arbeitnehmer in Norddeutschland richtig teuer werden. Das zumindest berichtet die "Bild"-Zeitung am Montag.

Neuer Feiertag kostet Arbeitnehmer Millionen

Dem Bericht nach droht nun sogar eine Erhöhung der Sozialbeiträge. Von satten 0,5 Prozentpunkten ist in dem "Bild"-Artikel die Rede. Dies würde pro Beschäftigten Kosten von bis zu 265,50 Euro im Jahr bedeuten. Schuld an der Erhöhung habe dem Bericht nach ein fast vergessener Paragraph im Gesetz zur Pflegeversicherung. Bereits 1994 hatte die Wirtschaft bei der Einführung dieses neuen Zweigs der Sozialversicherung auf eine Entlastung bestanden.

Genau aus diesem Grund wurde der Buß- und Bettag als bundesweiter Feiertag abgeschafft. Einzig Sachsen bestand weiter auf den Feiertag, für den die Sachsen nun einen rund 0,5 Prozentpunkte höherenPflegebeitrag zahlen. Ebenso wurde im Gesetz festgeschrieben, dass dieser Beitrag auch steigt, wenn sich die Zahl der Feiertage in ihrem Bundesland erhöht.

Arbeitgeber und Länder uneinig über Ausgleich

Genau aus diesem Grund sollen die Arbeitnehmer in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen künftig mehr zahlen. Der Arbeitgeberverband kündigte bereits an, einen Ausgleich für Unternehmen zu fordern. "Wenn die norddeutschen Länder daran festhalten, den Reformationstag als Feiertag einzuführen, muss es dafür einen Ausgleich für die Unternehmen geben", erklärteSteffen Kampeter (54), Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, gegenüber "Bild".

Die betroffenen Länder haben da jedoch eine andere Meinung. Sie sind gegen einen Ausgleich.

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sba/bua/news.de/dpa

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