Rechtspopulisten auf dem Vormarsch: CDU hat Angst vor der AfD

In den Landtagen von Sachen und Thüringen erreicht die AfD erschreckend hohe Prozentzahlen. Der Schritt zur Mehrheit ist nicht mehr groß. 2018 und 2019 stehen wieder Landtagswahlen an, die CDU fürchtet sich davor.

Die CDU fürchtet sich vor einer Übermacht der AfD. Bild: dpa

Vor allem in Ostdeutschland gewinnt die AfD immer mehr Stimmen. Zur letzten Bundestagswahl wurden die Rechtspopulisten in Sachsen und Thüringen sogar stärkste Partei, sehr zum Missfallen der derzeitigen Regierungsparteien, die das in den folgenden Landtagswahlen 2018 und 2019 verhindern wollen. Der "Focus" berichtet darüber.

CDU fürchtet sich vor der AfD

Die Wahlkampfmaschinerie ist bereits in vollem Gange. Vielerorts, vor allem im Osten Deutschlands, stellen sich die Politiker bereits bei den Bürgern vor. Immer mit der Angst im Rücken, die AfD könne in den folgenden Jahren Mehrheiten im Landtag erreichen. Sachsens neuer Ministerpräsident Michael Kretzschmar (CDU) musste sich in Aue unangenehmen Fragen stellen. Um weiterhin Regierungspartei bleiben zu können, habe nach Ansicht der sächsischen Bürger die CDU keine andere Wahl, als mit der AfD oder der Linken in eine Koalition zu gehen.

Sachsen und Thüringen droht die "Unregierbarkeit"

Michael Kretzschmar allerdings möchte mit keiner der beiden Parteien koalieren. Unweigerlich muss die CDU in Sachsen allerdings Farbe bekennen, denn noch immer ist das dominierende Thema der Wähler die steigende Migration, vor der sich viele Bürger fürchten. Allerdings nicht nur in Sachsen, sondern auch in Thüringen. Dort möchte ab 2019 Mike Mohring von der CDU Ministerpräsident werden und fürchtet ebenso die AfD. Wenn für die CDU weder die AfD noch die Linke als Partner in Frage kommt, droht das Chaos. Beide Länder wären nach der jetzigen Lage unregierbar.

Die große Koalition in Berlin muss nach Ansicht der Wähler endlich Maßnahmen ergreifen, um das Streitthema Einwanderung für alle Bürger zufriedenstellend zu lösen. Vor allem die Ängste der Betroffenen müssen endlich ernst genommen werden, vielleicht ist es dann in den Bundesländern wieder möglich, die Dominanz der AfD in die Schranken zu weisen.

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koj/loc/news.de

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