"ARD-DeutschlandTrend": Umfrage-Schock für Angela Merkel - Kanzlerin unbeliebter denn je

Das sind keine guten Zahlen für die Kanzlerin. Im Vergleich zum Amtseintritt vor vier Jahren ist der Wert für Angela Merkel um 18 Prozentpunkte gesunken. Dies geht aus dem neuen ARD-"DeutschlandTrend" hervor.

Sie verliert an Zustimmung: Kanzlerin Angela Merkel. Bild: dpa

Nur noch 57 Prozent der Deutschen halten Angela Merkel einer Umfrage zufolge für eine gute Besetzung als Bundeskanzlerin. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-"DeutschlandTrend" hervor.

ARD-"DeutschlandTrend": Zustimmung für Merkel als Kanzlerin sinkt massiv

Im Vergleich zum Start ihrer vorherige Amtszeit Anfang 2014 hat die Regierungschefin damit 18 Prozentpunkte eingebüßt. Trotzdem steht die CDU-Vorsitzende besser da als CSU-Chef Horst Seehofer. Ihn halten nur 39 Prozent der Befragten für eine gute Besetzung als Bundesinnenminister. Eine Mehrheit von 51 Prozent hält ihn ausdrücklich für keine gute Besetzung.

Nicht nur Merkel unbeliebt: Auch GroKo-Minister verlieren Rückhalt der Deutschen

Auch die anderen in der Umfrage genannten Kabinettsmitglieder bekommen weniger Vorschusslorbeeren als Merkel. Peter Altmaier (CDU) wird immerhin von 55 Prozent der Befragten für eine gute Besetzung als Wirtschaftsminister gehalten. Olaf Scholz (SPD) kommt als Finanzminister auf 49 Prozent, Heiko Maas (SPD) als Außenminister auf 43 Prozent. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wird lediglich von 40 Prozent als gute Besetzung wahrgenommen, bei Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sind es sogar nur 26 Prozent und bei Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gerade einmal 25 Prozent.

Für den ARD-"DeutschlandTrend" wurden am Dienstag und Mittwoch dieser Woche bundesweit 1003 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch vom Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap befragt. Die Frage im Wortlaut: "Ich nenne Ihnen nun einige Ministerinnen und Minister der großen Koalition. Ist Ihrer Meinung nach ... eine gute Besetzung als ... oder keine gute Besetzung?".

Unionsinterne Merkel-Kritiker planen "konservatives Manifest"

Mit einem "konservativen Manifest" wollen unionsinterne Kritiker von Bundeskanzlerin Angela Merkel aktuell verstärkt auf eine Abkehr vom CDU-Kurs der Mitte dringen. Die WerteUnion wolle das Strategiepapier an diesem Samstag verabschieden, sagte der Vorsitzende der Gruppierung, Alexander Mitsch, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Mannheim. Als erstes hatte die "Rheinische Post" über das Papier berichtet. In dem Entwurf heißt es demnach unter anderem, die doppelte Staatsbürgerschaft müsse abgeschafft und die Wehrpflicht wieder eingeführt werden.

Die vor einem Jahr gegründete WerteUnion will an diesem Samstag in Schwetzingen auch über das Thema "Was bedeutet konservative Politik heute?" diskutieren. Als Gastredner erwartet der Zusammenschluss konservativer CDU- und CSU-Mitglieder den Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg, Manuel Hagel. Mitglieder der Gruppierung sind etwa Hessens Ex-Justizminister Christean Wagner und die CDU-Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel.

Im Entwurf des Manifests heißt es Mitsch zufolge weiter, Ehe und Familie und das Leitbild Vater-Mutter-Kinder seien die wichtigsten Grundlagen der Gesellschaft. Auch müssten rechte, linke und islamistische Extremisten kompromisslos bekämpft werden.

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sba/bua/news.de/dpa

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