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Essener Tafel: Aufnahme-Stopp für Ausländer aufgehoben

Knapp drei Monate hat die Essener Tafel keine Ausländer mehr als Neukunden angenommen. Die Regelung entfachte bundesweit kontroverse Diskussionen. Nun wird der Ausländer-Stopp wieder aufgehoben.

Ab Mittwoch öffnet Jörg Sartor, Vorsitzender der Essener Tafel, auch für Ausländer wieder die Eingangstür der Essener Tafel. Bild: dpa

Die Essener Tafel hat am Dienstag den umstrittenen Aufnahme-Stopp für Ausländer wieder aufgehoben wird.Das beschloss der Vorstand in einer Sitzung am Dienstag. Künftig werden wieder Ausländer als Neukunden registriert.

Essener Tafel nimmt wieder Ausländer auf

"Wir hatten ein Problem. Im Moment ist das Problem wieder beseitigt.", erklärteTafel-Chef Jörg Sartor (61) gegenüber "Bild". Der Beschluss trete am Mittwochnachmittag in Kraft, sagte der Vereinsvorsitzende Jörg Sartor. Seit dem 10. Januar lehnt die Hilfsorganisation vorübergehend Ausländer als Neukunden bei der Essensausgabe ab - und hat damit bundesweit eine kontroverse Diskussion ausgelöst. Die Tafel hatte diesen Schritt mit einem sehr hohen Anteil an Ausländern unter ihren Kunden begründet.

Aufnahme-Stopp von Ausländern: Auch Merkel äußerte sich kritisch

Nachdem sich unter anderem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisch geäußert hatte, war bei einem "Runden Tisch"am 9. März eine neue Lösung gefunden worden: Demnach soll bei Kapazitätsengpässen der Tafel die Herkunft der Bedürftigen künftig kein Kriterium mehr sein. Stattdessen sollen - unabhängig von ihrer Nationalität - Alleinerziehende, Familien mit minderjährigen Kindern sowie Senioren bevorzugt aufgenommen werden. An dem Runden Tisch hatten Vertreter der Essener Tafel, der Essener Wohlfahrtsverbände sowie des Verbundes der Essener Migrantenselbstorganisationen teilgenommen.

Merkel hatte die Entscheidung, vorübergehend keine Ausländer mehr aufzunehmen, Ende Februar in einem Interview des Fernsehsenders RTL kritisiert. Wörtlich sagte sie: "Da sollte man nicht solche Kategorisierungen vornehmen. Das ist nicht gut." Aber die Entscheidung der Ehrenamtlichen in Essen zeige auch "den Druck, den es gibt", und wie viele Bedürftige auf Lebensmittelspenden angewiesen seien.

Der Chef des Tafel-Bundesverbandes hatte die Kritik der Kanzlerin zurückgewiesen. "Wir lassen uns nicht von der Kanzlerin rügen, denn die aktuelle Entwicklung ist eine Konsequenz ihrer Politik", hatte der

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sba/news.de/dpa

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