Gesundheitspolitik: DIESE Probleme muss Jens Spahn SOFORT lösen

Die Gesundheitspolitik in Deutschland liegt im Argen. Angefangen bei Ärztemangel über lange Wartezeiten bei Facharztterminen bis hin zum Vorwurf der Zwei-Klassen-Medizin. So will Jens Spahn die Probleme lösen.

Der neue Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat ordentlich zu tun. Bild: dpa

Der neue Gesundheitsminister Jens Spahn hat den lange von der SPD erhobenen Vorwurf zurückgewiesen, es gäbe in Deutschland eine Zwei-Klassen-Medizin. "Natürlich können sich manche das Einzelzimmer leisten. Entscheidend ist aber, dass niemand eine Behandlung "zweiter Klasse" bekommt", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag".

Jens Spahn: Es gibt keine Zwei-Klassen-Medizin

"Auch Kassenpatienten werden auf höchstem medizinischen Niveau behandelt." Wie im Koalitionsvertrag von Union und SPD vereinbart, will er aber für eine Ausweitung der Sprechzeiten von Kassenärzten sorgen, damit gesetzlich Versicherte weniger lange auf Termine warten müssen. In der "Bild" äußerte sich Spahn, dass das deutsche Gesundheitssystem zwar einige Fehler zu beheben habe, aber keinesfalls krank sei. Erstam Dienstag hat Jens Spahn das Bundesgesundheitsministerium von seinem Vorgänger Hermann Gröhe übernommen.

Honorare von Privatpatienten und gesetzlich Versicherten sollen angeglichen werden

Vor allem die Problematik der privaten und gesetzlichen Versicherungen wird Jens Spahn lange beschäftigen müssen. Durch die ungleiche Verteilung von Honoraren ist es schwer möglich, auf nur eine Versicherungsart, wie es sich die SPD mit der Bürgerversicherung gewünscht hätte, zurückzugreifen. Allerdings verspricht jens Spahn, dass die Honorare stückweise angeglichen werden, um in der Zukunft der Zwei-Klassen-medizin aus dem Weg zu gehen. Auch möchte Spahn unnütze Arztbesuche, bei denen es nur um eine kurz Abklärung geht digitalisieren.

Spahn will Krankenhäuser spezialisieren

Der Vorwurf, dass das Gesundheitssystem teuer und uneffektiv sei, nimmt er so nicht an, räumt aber ein, dass vor allem in der Prävention von Krankheiten einige Lücken sind, die es zu schließen gilt. Vor alemm im Bereich der vielen Operationen möchte Spahn vor allem eine Spezialisierung von Krankenhäusern. Heißt im Klartext: Nicht jede Operation kann in jedem Krankenhaus durchgeführt werden. Ob diese Maßnahme förderlich ist, bleibt allerdings fraglich. Allerdings möchte er eine gewisse Grundversorgung in den Kliniken herstellen.

Demenz soll heilbar werden

Wie ebenfalls von der großen Koalition beschlossen, kündigte Spahn an, die Demenz-Forschung zu intensivieren. Mit Forschungsministerin Anja Karliczek (beide CDU) will er bereits existierende Forschungsprogramme und Leuchtturmprojekte ausbauen und die Kräfte in Europa bündeln. Eine Chance liege in der Nutzung von Big Data, sagte er: "Wenn wir die Daten von Millionen Demenzkranken in Europa anonymisiert zusammenführen und auswerten könnten, würden wir bestimmt neue Erkenntnisse erlangen."

Eine weitere Stellschraube seien die Medikamentenpreise: "Die Entwicklung von Medikamenten gegen Demenz muss sich lohnen. Die Preise für neue Arzneimittel müssen so sein, dass es sich lohnt, für echte Innovationen, für wirklichen Fortschritt, etwa bei Demenz, zu forschen", sagte Spahn.

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koj/news.de/dpa

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