Marschbefehl ins IS-Gebiet: Deutsche Soldaten sollen irakische Armee ausbilden

Der Irak ist von den Kämpfen des Islamischen Staats schwer gezeichnet. Viele Regionen liegen in Schutt und Asche. Nun soll die deutsche Bundeswehr vor Ort die irakische Armee im Kampf gegen den IS ausbilden.

Die Bundeswehr soll zukünftig auch die irakische Armee ausbilden. Bild: dpa

Die Bundeswehr soll künftig im Irak nicht nur kurdische Kämpfer, sondern auch die Armee der Zentralregierung ausbilden. Das berichtete das ARD-Hauptstadtstudio unter Berufung auf den Mandatstext, der am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden soll.

Bundeswehr erhält Marschbefehl in den Irak

Von Jordanien aus soll sich die Luftwaffe zudem weiterhin mit "Tornado"-Aufklärungsjets und einem Tankflugzeug am Anti-IS-Kampf beteiligen. Die Zahl der "Tornados" soll aber verringert werden. Außerdem soll die Bundeswehr die irakische Armee in der Kampfmittelbeseitigung und im medizinischen Dienst unterstützen. Bisher bildete die Truppe lediglich die kurdischen Peschmerga-Kämpfer aus, die Mission endet allerdings am 30. Juli 2018.

800 Soldaten unterstützen die Mission

In beide Einsätze zusammen sollen dem Bericht zufolge höchstens 800 Soldaten entsandt werden. Bisher lag die Obergrenze bei 1350. Die Reduzierung ist aber vor allem darauf zurückzuführen, dass eine Fregatte im Mittelmeer zum Schutz eines französischen Flugzeugträgers nicht mehr gebraucht wird. Der neue Bundeswehreinsatz soll zeitlich begrenzt sein und am 31. Oktober 2018 beendet sein.

Die im Irak und Syrien vom IS teils jahrelang besetzten Gebiete sind zwar weitgehend zurückerobert worden. Die Anti-IS-Koalition will aber ein Wiedererstarken der Terrororganisation durch eine militärische Präsenz verhindern.

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koj/news.de/dpa

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