Gender-Wahnsinn: SPD fordert geschlechtsneutrale Nationalhymne

Geht es nach dem Wunsch der SPD-Gleichstellungsbeauftragten Kristin Rose-Möhring, soll der Text der deutschen Nationalhymne genderkonform abgeändert werden. Österreich und Kanada haben es bereits vorgemacht.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Bundesregierung möchte die Nationalhymne ändern. Bild: dpa

Am 8. März ist wieder Internationaler Frauentag. Aus diesem Grund fordern die Gleichstellungsbeauftragte Kristin Rose-Möhring und das SPD-geführte Familienministerium eine Änderung der deutschen Nationalhymne hinsichtlich eines genderkonformen Textes.

Text der deutschen Nationalhymne soll genderkonform werden

Nach dem zweiten Weltkrieg unter der Regierung Adenauers wurde die Nationalhymne offiziell. Es ist die dritte Strophe des Gedichts "Das Lied der Deutschen", welches August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1841 veröffentlichte. Die dritte Strophe wurde es deshalb in der Bundesrepublik, weil die Nationalsozialisten unter der Herrschaft Hitlers die erste Strophe gemeinsam mit dem "Horst-Wessels-Lied" sangen. Nun soll der Text der Nationalhymne erneut abgeändert werden.

Die SPD fordert einen genderkonformen Text. "Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland! Danach lasst uns alle streben brüderlich mit Herz und Hand! Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand: Blüh im Glanze dieses Glückes, blühe, deutsches Vaterland!" Aus "Vaterland" soll "Heimatland" werden und anstelle "brüderlich" wünscht sich die SPD das geschlechtsneutrale "couragiert".

Änderung der Nationalhymne stößt auf breite Entrüstung

Zwei Staaten haben die Textänderung vorgemacht. Aus Österreichs "Heimat bist du großer Söhne" wurde "Heimat großer Töchter und Söhne" und auch in Kanada unter Justin Trudeaux sollte die Vaterlandsliebe nicht nur bei den Söhnen, sondern in allen erweckt werden. Der Vorschlag der zu männlichen deutschen Nationalhymne und die Änderungswünsche gingen per Rundbrief an die Mitarbeiter des Familienministeriums, schreibt die "Bild".

Doch diese Idee stößt nicht bei allen auf Wohlwollen. Dass die rechtspopulistische AfD den Vorschlag nicht annehmen wird, war relativ schnell klar. So hält der Bundestagabgeordnete Götz Frömming die Änderung für anmaßend, da es sich um Lyrik handelt, die nicht geändert werden dürfe. Auch Unions-Politikerin Julia Klöckner hält derzeit andere Themen für wichtiger und wird damit sicher Recht behalten, angesichts der langen Phase der Regierungsbildung.

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koj/fka/news.de

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