Marine Le Pen: Ermittlungsverfahren gegen Rechtspopulistin wegen IS-Gräuelfotos

Die französische Justiz hat gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen ein Ermittlungsverfahren wegen der Verbreitung von Gewaltbildern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) eingeleitet. Jetzt droht der Front-National-Chefin ein Verfahren.

Gegen die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen der Verbreitung von Gewaltbildern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) eingeleitet. Bild: Charles Platiau / Europa Press / picture alliance / dpa

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen muss sich einem Ermittlungsverfahren wegen der Verbreitung von Gewaltbildern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS)stellen, das von der französischen Justiz eingeleitet wurde. Das gab die Staatsanwaltschaft des Pariser Vororts Nanterream Donnerstag bekannt, wie die französische Nachrichtenagentur AFP meldete.

Marine Le Pen: Droht der Front-National-Chefin ein Gerichtsprozess?

Die französische Nationalversammlung hatte im November Le Pens Immunität aufgehoben und damit den Weg für ein förmliches Verfahren gegen die Front-National-Chefin freigemacht. An dessen Ende könnte ein Gerichtsprozess stehen.

Rechtspopulistin verbreitet IS-Mordfotos auf Twitter

Le Pen wird vorgeworfen, Ende 2015 auf Twitter drei Fotos verbreitet zu haben, auf denen die Ermordung von IS-Geiseln zu sehen ist. Eine der Aufnahmen zeigte den enthaupteten Leichnam des US-Journalisten James Foley. Le Pen reagierte mit der Veröffentlichung nach eigenen Angaben auf eine TV-Sendung, in der aus ihrer Sicht eine Parallele zwischen ihrer Partei Front National (FN) und dem IS gezogen worden war. Über die auf Twitter verbreiteten Bilder der IS-Opfer hatte sie geschrieben: "Das ist der IS."

Muss Marine Le Pen für Terror-Tweets ins Gefängnis?

Zur Eröffnung des Verfahrens sagte die FN-Chefin nun der Zeitung "Le Figaro": "Ich werde also dafür belangt, den Terrorismus zu bekämpfen. Da steht die Welt auf dem Kopf." Für die Verbreitung von Gewaltbotschaften drohen in Frankreich bis zu drei Jahre Gefängnis und 75.000 Euro Strafe.

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loc/news.de/dpa

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