Maischberger-Talk: Wozu brauchen wir noch ARD und ZDF?

Eine Volksabstimmung in der Schweiz soll über die Abschaffung des gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks entscheiden. Auch in Deutschland kocht die Diskussion hoch. Auch Sandra Maischberger talkte mit ihren Gästen.

Sandra Maischberger diskutiert über die Notwendigkeit von ARD und ZDF. Bild: WDR/Annika Fußwinkel

Am Sonntag stimmen die Schweizer darüber ab, ob sie die Rundfunkgebühren abschaffen wollen. Auch in Deutschland wird das Referendum mit Interesse verfolgt. Könnte das Ergebnis in der Schweiz zu einem Warnschuss für ARD und ZDF werden? ARD-Talkerin Sandra Maischberger stellte in ihrer Sendung an diesem Mittwoch genau diese Frage.

Sandra Maischberger diskutiert über die Notwendigkeit von ARD und ZDF

Eine ARD-Talkshow, in der über die Existenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks diskutiert wird, wirkt auf den ersten Blick nicht wirklich objektiv. Doch Sandra Maischberger moderierte so wenig in eigener Sache. Sie sprach mit ihren Gästen über sämtliche Kritikpunkte.

Erster Kritikpunkt: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist langweilig. Thomas Gottschalk fordert mehr Kreativität und kritisiert die Rundfunkräte, "die keine Ahnung vom Fernsehen haben". Die Angebote von ARD und ZDF gehen völlig an einem jungen Publikum vorbei.

AfD kritisiert "gebührenfinanziertes Staatsfernsehen"

Ein anderer großer Kritikpunkt ist die Unabhängigkeit der Berichterstattung. Während AfD-Politikerin Beatrix von Storch klar befindet, dass ARD und ZDF einem Staatsfernsehen gleichen, das parteiisch informiert und passende Denkmuster gleich mitliefert, verteidigt Tagesthemen-Moderatorin Pinar Atalay, dass man sich bei Themen wie der Flüchtlingskrise oder dem Krim-Konflikt erst einmal mit der neuen Situation habe arrangieren und sortieren müssen.

Acht Milliarden Euro kostet der öffentlich-rechtliche Rundfunk jedes Jahr. Viel zu teuer, meinen Kritiker. ARD und ZDF sind gebührenfinanziert. Genau das stößt vor allem bei privaten Sendern übel auf. Ein fairer Wettbewerb werde behindert. "Ich möchte mit denselben Waffen kämpfen dürfen", prangerte ProSieben-Gründer Georg Kofler an.

Zu einem Ergebnis, ob ARD und ZDF in ihrer jetzigen Form noch eine Existenzberechtigung haben, kam man nicht. Aber eine Diskussion ist ein Anfang.

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bua/fka/news.de/dpa

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