Staatsanwaltschaft fahndet: Sind in Brandenburg rund 1.000 Flüchtlinge untergetaucht?

In Brandenburg gibt es offenbar ein Problem mit dem Verbleib unzähliger Flüchtlinge. Laut einem Medienbericht fahndet das Land aktuell nach rund 1.000 Migranten, die scheinbar spurlos verschwunden sind.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder fahndet momentan offenbar nach rund 1.000 verschwundenen Flüchtlingen (Symbolbild). Bild: Patrick Pleul/dpa

In Brandenburg sind laut einem Medienbericht offenbar unzählige Flüchtlinge untergetaucht. Das legt ein Fahndungsaufruf der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder nahe. Es sei nicht auszuschließen, dass sich unter ihnen auch islamistische Gefährder befinden.

Fahndung in Brandenburg: Offenbar rund 1.000 Flüchtlinge verschwunden

Wie "Bild" online berichtet, fahndet die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder zurzeit nach rund 1.000 Migranten, die im Zuge der Flüchtlingskrise ins Land eingereist seien. Bereits 2017 seien Ermittlungsverfahren gegen 18.000 Personen ohne Pass eingeleitet worden. Nun soll es erste Ergebnisse geben.

Unter anderem sollen 4.500 Kinder und doppelt erfasste Personen von der Liste gestrichen worden sein. 1.100 Flüchtlinge hätten sich in anderen Bundesländern gemeldet oder in Brandenburg registriert (rund 9.000 Personen). Zudem seien 2.500 Fälle noch nicht bearbeitet. Von den restlichen Personen fehlt zumindest aktuell noch jede Spur.

Sind die verschwundenen Flüchtlinge untergetaucht?

Auch Oberstaatsanwalt Helmut Lange weiß offenbar nicht, was mit den verschwundenen Personen passiert ist: "Möglicherweise sind sie in andere EU-Länder weitergereist oder in ihre Heimat zurückgekehrt. Oder sie haben 2015 falsche Namen angegeben. Vielleicht sind sie aber auch untergetaucht. Deshalb fahnden wir nach ihnen", sagte er gegenüber "Bild".

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jat/loc/news.de

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